A Madcap Frolic Of Crime and Fun – Der rosarote Panther (1963)

A Madcap Frolic Of Crime and Fun - Der rosarote Panther (1963)

Handlung

Inspektor Clouseau ist auf der Jagd nach dem „Phantom“, das seit langer Zeit reiche Frauen um ihre Schmucksammlungen erleichtert. Jetzt kommt die indische Prinzessin Dala in sein Revier – Besitzerin des „Rosaroten Panthers“, des wertvollsten Diamanten der Welt. George Lytton, der Neffe von Sir Charles, versucht in Besitz des Diamanten zu kommen und die Tat dem „Phantom“ in die Schuhe zu schieben. Dabei weiß er nicht, genauso wenig wie Clouseau, dass sein Onkel der lange gesuchte Diamantendieb ist.

Kritik

THE PINK PANTHER darf getrost als wegweisender Beitrag, ergo doppelter Startschuss für kultig Nachfolgendes, bezeichnet werden, ohne als absoluter Filmklassiker mit Alleinstellungsmerkmal seine diesbezügliche Bedeutung einzubüßen.

A Madcap Frolic Of Crime and Fun - Der rosarote Panther (1963)
Regisseur Blake Edwards schuf 1963 mit dieser romantischen Komödie ein Paradebeispiel für stilvolle Kunst auf einem Humoresken Niveau, wie es in der heutigen Zeit mitnichten mehr stattfindet.
Prunkvolles Ambiente und elegante Outfits der UpperClass, mit bedächtigem Auge gefilmte Shots, in satt-prächtigen Farben zu bestaunen, und eingebettet in abwechslungsreiche Sets, von Rom über Hollywood, Paris und die verschneite Schweiz, lassen schon alleine das “stilistische Herz” eines retroesken Cineasten höher schlagen.
Untermalt wird das stets frivole und zu keinem Zeitpunkt langweilige “Katz,- & Mausspiel” von einem meisterhaft-dezenten, sich jeder Situation des Streifens perfekt anpassenden Score des HOLLYWOOD-ICON-Ausnahmekönners Henry Mancini, dessen weltberühmtes Titelthema des ROSAROTEN PANTHERS nicht nur, überspitzt huldigend, “jedes Kind mit daddeln kann” (🎶–dedum–dedum–dedumdedumdedum–dedumdedaa…🎶), sondern dessen visuell-begleitende, kultig-witzige Intro-Sequenz in Zeichentrickform einen, von o.a. zweien, Startschuss befeuerte, nämlich die Produktion gleichnamiger, über viele Jahre verehrter Trickserie:
Dort jagt ein kleinwüchsiger und manisch-trottelig-getriebener Detektiv tatsächlich eine vermenschlichte, ultra- clevere, rosa Großkatze namens PAULCHEN PANTHER.
Diese eher wortgetreue Adaption des Filmtitels führt uns zurück zu diesem 1963er Original, denn hier ist THE PINK PANTHER der Name eines großen, sündhaft wertvollen Diamanten.
Der edle Klunker an ebenso prunkvoller Kette gehört einer wunderschönen Prinzessin, verführerisch und unnachahmlich dargeboten von der stets bezaubernden Claudia Cardinale, deren räkelnde, exotisch-sexy, aber auch selbst ironisch-spaßige Tigerfell-Szene kein Männerauge trocken lassen dürfte.
Umgarnt wird die Schöne vom großen David Niven, dessen augenzwinkernd-charmante, britische Gentleman-Performance die Geschehnisse so einzigartig-charakteristisch lanciert, wie nur er es vermochte.
A Madcap Frolic Of Crime and Fun - Der rosarote Panther (1963)
Seinen Neffen aus den USA, spielt ein blutjunger Robert Wagner, frech und spontan-überdreht nutzt er auch seine körperlichen Attribute, um im Ensemble komödiantisch aufzufallen.
Ein besonderes Zünglein an der fragilen Waage bildet die markant-herbe Schönheit Capucine, spielt sie doch die durchtriebene FEMME FATALE, welche gleich mehreren, Story relevanten Männern den Kopf verdreht, ohne an dieser Stelle Plot-mäßig zu viel verraten zu wollen.
In vorliegender, turbulenter (W)irrfahrt der amüsanten Eitelkeiten bildet sie, in ihrer Rolle der SIMONE CLOUSEAU, die perfekte Überleitung zu DEM unangefochtenen Superstar und Ausnahmemimen des Streifens, der den gesamten Restcast durch seine einzigartige Präsenz und sein konkurrenzloses Ausnahmetalent kongenial überstrahlt.
Was der übergroße Peter Sellers in diesen knapp zwei Stunden an SLAPSTICK-Feuerwerk abbrennt, ist mehr als nur die “halbe Miete” des COMEDY-Faktors von THE PINK PANTHER.
Stürze, Stolperer, Ausrutscher und jede andere nur erdenkliche Peinlichkeit auf motorisch-sensorischem Terrain wird ultra-lustig aufgeboten, hinzu gesellen sich die typische Mimik und herrlich wandelbaren, stimmlichen Eskapaden des Super-Komikers, sowohl im Originalton, als auch durch die klasse deutsche Synchro von Georg Thomalla.
Sellers höchst selbst befeuert den, eingangs erwähnten, zweiten Startschuss – und zwar für die endgültige Explosion seiner eigenen, kometenhaften Weltkarriere, vor allem mit der end-ikonischen Rolle seines Lebens:
INSPEKTOR JAQUES CLOUSEAU, VON INTERPOL!
A Madcap Frolic Of Crime and Fun - Der rosarote Panther (1963)
Zahlreiche, erfolgreiche Fortsetzungen sollten folgen, wo das Grundkonzept mehr und mehr SLAPSTICK lauten sollte, in kontinuierlich gesteigerter, von ausufernden Wahnsinnseskapaden gezeichneter, Klamauk-Form.
Unangetastet bleibt dennoch das hier besprochene, urige Original, denn der MEISTER fungiert eben noch nicht als omnipräsentes, allein-humoriges Personalmonopol, sondern begleitet o.a. theatreskes Aufgebot durch eine flotte und kurzweilige HEIST-Story mit romantisch-amüsantem Flair.
Genau an dieser Stelle liegt jedoch auch der Grund für die sanfte Abwertung von der Höchstnote, denn so sehr sich auch ALLE die größte Mühe geben, an einem MANN “kommen SIE nicht vorbei”, obwohl Peter Sellers jeden Einzelnen und jede Einzelne seiner Kollegen in den gemeinsamen Szenen enorm aufwertet, und zwar bis zum grandiosen Finale dieses “Bühnenstücks in Spielfilmform”.
Man wartet förmlich-sehnlichst, und zu jeder Zeit dieses Klassikers, bis der trottelige, tragi-komische Ermittler, mit dem fast immer ernst-grummeligen Gesichtsausdruck, erneut auftaucht, um als unerreichbarer STAR wieder und wieder alle Lachmuskeln zu strapazieren.

Medien

DER ROSAROTE PANTHER ist in Deutschland auf VHS, DVD sowie Blu-ray mit einer FSK 12 Freigabe erschienen. In normalen Amaray Auflagen, sowie in diversen Editionen mit zahlreich vorhandenen Bonusmaterial

Trailer

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