A Mind-Blowing Trip To Hell! – Fire Force (1993)

A Mind-Blowing Trip To Hell! - Fire Force (1993)

Handlung

Los Angeles 2008: Um dem Verbrechen Herr zu werden wird eine sogenannte Freiheitszone geschaffen, in der kein Gesetz gilt und marodierende Banden das Strassenbild bestimmen. Die gefürchtetsten von ihnen sind die Höllenhunde. Als eine neue, gefährliche Droge auf dem Markt auftaucht und alle Spuren in die Freiheitszone führen, nehmen sich zwei Cops der Sache an und ermitteln undercover…

Kritik

Schon damals als ich die VHS in der Videothek in der Hand hatte, wollte ich ihn unbedingt sehen. Doch leider wurde da nie was draus. Entweder war der Film verliehen und es war eine Frage der Zeit bis er wieder da sei oder ich kam darüber weg und schaute andere Action-Klopper-Streifen. Doch nun ist es endlich soweit, da das Label Shamrock Media ihn auf DVD in den Handel brachte, war es bedeutsam einfacher an den Film zu kommen und ihn dann zu schauen wann man möchte und nicht wann die Warteliste in der Videothek es mir vorschrieb.

Regisseur Richard Pepin begann mit “Fire Force” seine Karriere. Zu seinen weiteren sehr sehenswerten Filmen zählen Actioner wie “T-Force” (1994), “Cybertracker 1+2 (1994-1995) und “Dark Breed – Invasion aus dem All” (1996).

A Mind-Blowing Trip To Hell! - Fire Force (1993)

In den 90er Jahren war das Wrestling in den Medien hoch im Kurs. Somit ist es auch nicht verwunderlich das auch hier ein Wrestler-Star eine Rolle besetzte. “The Ultimate Warrior” der sehr erfolgreiche und beliebte Wrestler in seiner einzigen Rolle in einem Film. Für mich war die Bestzung des “Ultimate Warrior” sehr treffend gewählt. Allein durch seine imposante Erscheinung, die Körpergröße und die Muckis. Perfekt für einen Action-Klopper wo sich verschiedene Menschen in einem Death-Ring gegenüber stehen und bis zum bitteren Ende eines Lebens kämpfen wenn der Veranstalter es so möchte. Es ist sehr schade, das der “Ultimate Warrior” nicht noch mehr Filme drehte. Sein plötzlicher Tod in jungen Jahren war somit nicht nur in der Wrestling-Szene ein derber Verlust.

In einer weiteren Rolle ist noch ein bekanntes Gesicht oder besser gesagt Name vorzufinden. Chad McQueen – der Sohn des legendären Steve McQueen. Chad begann seine Karriere 1978 mit dem Film SKATEBOARD. Später kamen bekanntere Filme wie KARATE KID 1 +2 als Dutch und MARTIAL LAW (1990), seine erste Hauptrolle mit Cynthia Rothrock hinzu. Es ist schwer in die Fußstapfen zu treten wenn der Vater die Messlatte sehr hoch angesetzt hat. Doch ließ sich Chad davon nicht beeindrucken und ging seinen Weg. Bis zum Jahr 2005 war er aktiv im Filmgeschäft tätig. 2015 folgte eine Dokumentation über seinen berühmten Vater. Dann wurde es ruhig um ihn.  

Worum geht es in “Fire Force”? – als Schauplatz dient wie so häufig Los Angeles in den USA. Die Handlung wurde in die Zukunft des Jahres 2008 verlegt. In den 80er und 90er hatten die Filmemacher noch andere Vorstellungen wie die Zukunft ausschauen könnte. Da gibt es dutzende Beispiele für. Ob es dann so eintritt steht auf einem anderen Blatt. Aber zurück zum Film. Zwei Cops die einen entflohenen Sträfling wieder einfangen müssen, folgen ihm in die sogenannte DEATH ZONE. Ein Bezirk in dem der Abschaum der Gesellschaft vor sich hin vegetiert. Prostitution, Drogen und Gewalt sind hier an der Tagesordnung, und der lange Arm des Gesetzes schaut einfach zu. Die beiden Cops haben nur die Chance an den Verbrecher heranzukommen wenn sie sich undercover in die Szene einschleusen und an den illegalen Wettkämpfen im Ring teilnehmen. Ansonsten würde ihre Tarnung schnell auffliegen, denn in Uniformen ist es ein Wagnis diesen Bezirk zu betreten. Bekommen sie die Chance sich dem Ultimate Warrior im Ring zu besiegen um ihm das Handwerk zu legen?

“Fire Force” bietet vor allem eins – satte Kämpfe im Ring. Da treten verschiedene Charaktere mit den verschiedensten Kampfstilarten gegeneinander an. Per Anweisung aus dem sagen wir mal Veranstaltungsbüro werden für jeden Kämpfer nach einer gewissen Zeit Waffen frei gegeben, die sie gegen ihre Gegner einsetzen können. Sei es Stock, ein Schwert, ein Schild und vieles mehr. Oft gehen die Kämpfe sehr blutig aus und manche Kämpfer bezahlen mit ihrem Leben.

Storytechnisch bewegt sich der Streifen auf einem normalen Action-Klopper Niveau. Man hat schon schlechtere Inszenierungen gesehen, und natürlich auch bessere. Filme wie “Bloodsport” haben die Messlatte sehr hoch gesetzt und somit hatten es andere Produktionen oft im B-und C-Movie Bereich sehr schwer mitzuhalten um sich zu beweisen.

Doch “Fire Force” macht Laune, in einem flotten Tempo schreitet die simple aber effektive Story in einer Fantasie-Zukunft voran. Viele abwechslungsreiche und gut choreographierte Fights sind das Endresultat. Somit kommt der Action-Klopper Freund hier voll auf seine Kosten. Die Settings wirken düster, bedrohlich und strahlen förmlich eine Kriminalität aus. Urige Gestalten, halbnackte Tänzerinnen und illegale Wetten sind fester Bestandteil der Bar in der die Kämpfe illegal abgehalten werden. Hinzu kommen oft hirnfreie Dialoge ans Tageslicht wie “Hast du gelernt, beim Karneval zu schießen?” oder sogar “Dieser Van ist undurchdringlicher als eine Jungfrau beim ersten Date”. Somit runden sie den Unterhaltungswert gut ab.

A Mind-Blowing Trip To Hell! - Fire Force (1993)

 

In weiteren Nebenrollen sind Gary Daniels, George Murdock, Joseph Ruskin und Alisha Das zu sehen. Besonders einer der Endkämpfe und Gary Daniels Fan werden hier einen Oha Effekt spüren.

Medien

“Fire Force” ist auf VHS und DVD erschienen, wobei die VHS Versionen bis auf das Presse-Tape nur leicht gekürzt erschienen sind. Die DVD Version aus dem Hause Shamrock ist komplett ungeschnitten mit einer FSK 18 Freigabe erschienen.

Trailer

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