Am Ende sind sie nicht nur reich … sondern auch quitt – Die Glücksritter (1983)

Am Ende sind sie nicht nur reich … sondern auch quitt – Die Glücksritter (1983)

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© Universal Pictures. Alle Rechte vorbehalten

Handlung

Randolph und Mortimer Duke haben gewettet: der eine ist der Meinung, jeder könne den Job eines Brokers ausüben, der andere meint, nur wer die richtigen Gene und Umgebung genossen hat, ist dazu in der Lage. Also müssen Louis Winthorpe III und Billy Ray Valentine ohne ihr Wissen ihre Rollen tauschen – vom Kleinkriminellen zum Börsenexperten und umgekehrt.

Kritik

Wenn man den Namen John Landis hört und liest dann weiß man eigentlich schon ganz genau was einen erwartet. Popcorn-Kino der besonderen Art, vor allem wenn es um Produktionen aus den 80er geht. So wie mit “Die Glücksritter” aus dem Jahr 1983 – unter der Regie von John Landis. Landis bescherte uns Filme wie “Blues Brothers” (1980), “Kopfüber in der Nacht” (1985) und “Drei Amigos” (1986) um nur ein paar seiner sehenswerten Filme zu nennen.

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Überzeugend ist vor allem schon der Cast von “Die Glücksritter”, da haben wir unter anderem Dan Aykroyd, der schon auf dem absteigenden Ast saß, da sein Solo-Film “Mr. Detroit” eher ein Flop an den Kassen war, doch unvergessen sind seine Filme wie “Ghostbusters 1+2”, “Spione wie wir” (1985) und “Meine Stiefmutter ist ein Alien” (1988) an der Seite von Kim Basinger. Doch John Landis bestand darauf Dan für “Die Glücksritter” zu bekommen und die Produzenten gaben beide die Chance und die Gelegenheit die Zuschauer von dem Talent des Schauspielers zu überzeugen. In einer weiteren Rolle ist Laberbacke Eddie Murphy, der Schnellsprecher des Filmgeschäfts. Unvergessen seine Rolle als Axel Foley in der “Beverly Hills Cop” Reihe, dazu gesellen sich noch Rollen wie “Vampire in Brooklyn” (1995) und “Auf der Suche nach dem Goldenen Kind” (1986) und “Der Prinz aus Zamunda” (1988). In einer weiteren Rolle nur durch Vitamin B ist Jamie Lee Curtis als Prostituierte zu sehen. Sie hatte den Ruf einer Scream-Queen und dies verwehrte ihr oft Rollenangebote in Filmen. Doch auch hier setzte John Landis sich für sie ein und ebnete ihr den Weg zu neuen Rollen abseits des Horror-Genres. In weiteren Rollen sind Ralph Bellamy und Don Ameche als die Duke Brüder zu sehen, bei beiden handelt es sich um Schauspieler die in den 50er und 60er Jahren ganz oben auf der Hollywood Treppe sich befanden und für etliche Kino-Zuschauer zu Idolen wurden. In einer kleinen weiteren Rolle ist James Belushi als Harvey zu sehen. Nur ein Jahr zuvor verstarb sein Bruder John Belushi.

Am Ende sind sie nicht nur reich ... sondern auch quitt - Die Glücksritter (1983)
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“Die Glücksritter” zeichnen sich durch bissigen Humor aus, ohne dem Abdriften zum Slapstick, und das vor allem auch in der deutschen Synchronisation. Eine geschickt eingebrachte Gesellschaftskritik wurde implementiert. Es zeigt wie schnell man von ganz oben nach ganz unten wandern kann und umgekehrt. Hochmut kommt vor dem Fall. Vor allem wurde das brisante Thema des Rassismus in den USA elegant mit Humor verpackt und weiß nach über 20 Jahren noch immer zu funktionieren. Lockerleicht wird hier mit essenziell-wichtigen und tiefgreifenden Themen wie Alltagsrassismus, sozialer Ungerechtigkeit und der Gier der Reichen umgegangen.

Dan Aykroyd und Eddie Murphy ergänzen sich auf ganzer Linie, beide verstehen es arm und reich auf Ihre Art und Weise darzustellen. In einem Interview mit John Landis gab der bekannt, das Murphy und Aykroyd vieles aus dem Stehgreif machten und die Kamera einfach nur alles einfing. Sie gaben dem Skript somit ihre persönliche Note und ebneten sich einen großen Schritt auf der Treppe von Hollywood nach oben. Auch Jamie Lee Curtis überzeugte in ihrer Rolle als Edel-Prostituierte und eröffente sich so neue Wege Fuß zu fassen im Film-Geschäft. 

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© Universal Pictures. Alle Rechte vorbehalten

Auch wenn “Die Glücksritter” schon über 30 Jahre auf dem Buckel haben, so funktioniert er noch immer. Ein zeitloses Thema gewürzt mit viel Humor. Dank Universal Studios Germany gibt es nun den Film in einer neuen Auflage auf Blu-ray. Digital remastered und mit neuen Bonusmaterial versehen. Man bekommt einen Einblick zu den Dreharbeiten zu “Die Glücksritter”, die damalige Kino-Vorschau, ein paar weitere hinter den Kulissen mit Interviews und Geschichten über den Handel und Der Handel in “Die Glücksritter” zu sehen. Das Bild ist klar und deutlich und behielt seine leichte Körnung, es wurde wohl mit Absicht darauf verzichtet alles extrem glatt zu bügeln. Der Ton dringt sauber und klar durch die Lautsprecher und hat keine Aussetzer oder Störungen. 

Medien

“Die Glücksritter” gibt es auf VHS, DVD sowie auf Blu-ray mit einer FSK 16 Freigabe. Ab Januar erscheint eine Neuauflage von UNIVERSAL PICTURES neu Remastered und mit neuen Bonusmaterial.

Trailer

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