29. Mai 2020

RETRO-FILM

Vergessen war gestern, wir sprechen darüber!

Angel Losers - Die Bulldozer von Hongkong (1976)

Kritik: Angel Losers – Die Bulldozer von Hongkong (1976)

Angel Losers - Die Bulldozer von Hongkong (1976)

Die russische Gräfin Natascha will nicht länger als Betrügerin in Hong Kong leben. Also schmuggelt sie sich in die Luxuskabine des amerikanischen Senators Odgen Stewart, den sie dazu erpressen will, dass er sie nach Amerika mitnimmt und ihr die US-Staatsbürgerschaft beschafft! Doch Stewart weiß sich zu wehren, was zu einem einmalig witzigen Katz-und Maus-Spiel zwischen China und Amerika führt!


Ich habe ein Faible für Biker-Streifen, ganz gleich ob es ein Klassiker wie EASY RIDER oder MADE OF STEEL ist. Doch besonders haben es mir die unbekannten Filme dieser Biker-Ära angetan. Viele von Ihnen gibt es bislang nur auf VHS oder sie befinden sich auf einer DVD Box mit anderen Filmen, was oft eine bescheidene oder sogar miese Qualität verspricht.

ANGEL LOSERS – DIE BULLDOZER AUS HONGKONG von 1976 ist ein hierzulande eher unbekannte Vertreter aus dem Biker Genre. Eine Mischung aus Action mit Drama wird dem Zuschauer versprochen. Der japanische Regisseur Yutaka Kohira startete mit diesem Film seine recht kurze und überschaubare Karriere. Seine anderen Werke sind hierzulande noch unbekannter oder sogar teilweise nie veröffentlicht worden.

Schon zu Beginn des Films versprüht der Film den Drang und Hang zur Freiheit, Rebellion gegen Chefs, Eltern und sogar die eigenen Geschwister. Gesetzlos und ohne Rücksicht auf andere Mitmenschen verschlägt es eine kleine Gruppe junger Männer, die auch gerne mal an Autos schrauben, in die große Stadt um ihren Unabhängigkeitsdrang auszuleben. Da werden auch schon mal junge Mädchen angesprochen und einfach mit nach Hause genommen, obwohl man noch nicht mal deren Namen kennt.

Doch was wäre eine junge Gruppe rebellierender Menschen wenn es keinen Gegenpart gibt. Den gibt es im Film ANGEL LOSERS selbstverständlich. Die Auseinandersetzung beider Gruppen nimmt auch vor roher Gewalt keinen Halt. So werden auch schon mal Gegner mit dem Auto von der Strasse gedrängt. Das dies natürlich Rachegelüste entfacht ist selbsterklärend.

Die Gewaltdarstellung ist recht versteckt und verhält sich bedeckt. Auch eine Vergewaltigung wird nur ansatzweise angedeutet, sie dient nur dazu die gegnerische Gruppe noch mehr anzustacheln einen Fehler auf den Weg der Rache zu begehen.

Der Zuschauer wird aber mit langen Verfolgungsjagden auf dem Motorrad und Auto belohnt. Zwar nicht so spektakulär wie bei anderen Actionern aber durchaus schaubar und annehmlich. Zum Ende des Films macht sich beim Zuschauer jedoch etwas Verwirrung bemerkbar. Durch Handlungssprünge und nicht mehr nachvollziehbaren Handlungen wird der rote Faden der Story außer Acht gelassen. Hinzu bleibt zum Ende des Films eine Frage offen….wer ist der geheimnisvolle Killer?



 

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