Blutrache einer Geschändeten (1969)

Blutrache einer Geschändeten (1969)

Nach einem Aufstand, verursacht durch eine Frau aus einem kleinen Ort, wird eine Prostituierte gerade noch so vor ihrem sicheren Tod gerettet, da sie fälschlicherweise für den Tod eines Bankmanagers angeklagt wurde.

Nachdem sie vergewaltigt und für totgehalten in der Wüste zurückgelassen wurde, wird sie von einem Outlaw gerettet. Beide verlieben sich ineinander und schwören Rache…


Blutrache einer Geschändeten (Originaltitel: Testa o croce) ist ein Italowestern aus dem Jahr 1968, den Piero Pierotti unter Pseudonym inszenierte. Seine Erstaufführung im deutschsprachigen Raum erfuhr der Film, der auch als Nacht der Rache vermarktet wurde, auf einem kleinen Videolabel.

Piero Pierotti war ein abwechslungsreicher Regisseur. Angefangen im Piraten-Genre, bis hin zum Sandalenfilm tobte er sich ordentlich aus. Seine Karriere beendete er im Western-Genre, sein letzter Film, der auch in Deutschland veröffentlicht wurde ist BLUTRACHE EINER GESCHÄNDETEN.

Für die Rolle des Outlaws wurde John Ericson gecastet. Ein beliebter und durchaus sehr gefragter Schauspieler vor allem in unzähligen TV-Serien. Nur wenige Spielfilme reihen sich in seine lange und umfassende Filmlaufbahn ein. DIE TOLLKÜHNE HEXE IN IHREM FLIEGENDEN BETT (1971), DRACULAS TODESRENNEN (1977) und HOUSE OF THE DEAD (1978) zählen wohl zu den bekanntesten Auftritten seinerseits. In einer kleinen Nebenrolle als Hure Manuela tritt die französische Schönheit Edwige Fenech auf.

Die Story des Films ist recht spannend und aufwendig inszeniert worden. Viele Schlägereien, Schießereien und sonstige Gewaltakte reihen sich nahtlos in die flüssig erzählte Story ein. BLUTRACHE EINER GESCHÄNDETEN kann mit viel Gewalt beim Zuschauer punkten und zählt damit bestimmt zu den gewalttätigsten Italo-Western der Vergangenheit.

Die Story ist mit ein paar Wendungen und Überraschungen versehen, nach und nach klären sich Geschehnisse und Morde auf. Wer steckt hinter der Verschwörung? Und was hat es mit der Bank Direktorin auf sich, die ein Faible für Gewalt hat?

Auch kommen manche Szenen recht sleazig rüber, vor allem werden Frauen als reines Lustobjekt dargestellt, als perfide Töchter des Teufels die den Männern die Köpfe verdrehen.

Es ist recht schade, das es dieser Film bislang in Deutschland nur auf VHS geschafft hat, einer würdigen Umsetzung auf Scheibe wäre ihm zu wünschen. Ein kruder Mix aus Erotik, Drama, Western und Rape ´n Revenge in einem. Ob die damaligen VHS-Veröffentlichungen ungekürzt sind, ist unbekannt. Zumindest fallen einen beim Sehen keinerlei abrupten Schnitte auf.