
Wenn nach dem Krieg das Grauen erst richtig beginnt
Die 80er waren die Hochphase der Endzeit- und Creature-Filme – und irgendwo zwischen großen Kinoproduktionen und kleinen VHS-Perlen lauert ein Titel, der genau das verkörpert: Creepozoids.
Die Welt, wie wir sie kennen, ist vorbei. Nach einem nuklearen Krieg ist die Erde verwüstet, die Städte liegen in Trümmern. Eine kleine Gruppe Überlebender irrt durch diese zerstörte Landschaft – auf der Suche nach Schutz, nach Wasser, nach irgendetwas, das noch Hoffnung verspricht.
Sie finden Zuflucht in einem verlassenen Forschungskomplex.

Und genau da hätten sie besser kehrtgemacht.
Denn hinter den Mauern lauert etwas. Etwas, das nicht mehr menschlich ist. Etwas, das sich verändert hat.
Und plötzlich wird aus der Flucht vor der Außenwelt ein Kampf ums nackte Überleben im Inneren.
David DeCoteau – schneller, dreckiger 80er-Horror
Regisseur David DeCoteau liefert hier genau das ab, was man von einem 80er-VHS-Horror erwartet: schnell produziert, einfach erzählt – aber mit einem klaren Gespür für Atmosphäre.
Creepozoids wurde unter der Flagge von Full Moon Entertainment produziert und trägt deren typische Handschrift:
👉 kleines Budget
👉 begrenzte Locations
👉 Fokus auf Kreaturen und Effekte
Und genau daraus entsteht der Charme.

DeCoteau setzt auf Enge statt Weite. Der Bunker wird zur Falle. Dunkle Gänge, feuchte Räume, flackerndes Licht – alles wirkt klaustrophobisch und unheimlich.
Linnea Quigley – Scream Queen im Endzeitmodus
Im Mittelpunkt steht Linnea Quigley, die als eine der bekanntesten Scream Queens der 80er natürlich perfekt in dieses Setting passt.
Ihre Präsenz gibt dem Film eine klare Identität. Sie spielt keine klassische Heldin, sondern eine Figur, die mitten im Chaos versucht, irgendwie zu überleben.
Quigley bringt genau die Mischung aus Verletzlichkeit und Toughness mit, die solche Filme brauchen. Und ja – sie liefert auch genau die Momente, für die Fans sie kennen.
Kreaturen aus dem Albtraum
Der eigentliche Star des Films sind natürlich die „Creepozoids“.
Mutierte, schleimige Kreaturen, die irgendwo zwischen Experiment und Unfall entstanden sind. Der Film hält sie lange im Schatten – zeigt nur Fragmente, Bewegungen, Geräusche.
Wenn sie dann auftauchen, merkt man sofort:
👉 handgemachte Effekte
👉 viel Schleim
👉 wenig Zurückhaltung
Das ist kein Hochglanz-Horror. Das ist ehrlicher, dreckiger Creature-Horror der 80er.
Zwischen Alien und Endzeit-Trash
Man merkt schnell, woher die Inspiration kommt.
👉 Alien lässt grüßen
👉 dazu eine ordentliche Portion Endzeit-Stimmung
👉 und der typische VHS-Trash-Faktor
Creepozoids erfindet das Genre nicht neu – aber er spielt die bekannten Elemente mit Spaß und Konsequenz durch.
Gerade Fans dieser Ära wissen genau, was sie hier bekommen. Und genau deshalb funktioniert der Film.
Atmosphäre – Enge, Dunkelheit und Verfall
Der Film lebt von seiner Umgebung. Der Bunker ist nicht nur Schauplatz, sondern Teil des Horrors.

Keine Fluchtwege, keine Sicherheit – nur dunkle Gänge und die ständige Gefahr, dass etwas hinter der nächsten Ecke wartet.
Diese klaustrophobische Stimmung trägt den Film und macht ihn intensiver, als man bei dem Budget erwarten würde.
Fun Facts
- Produziert wurde der Film von Full Moon Entertainment, bekannt für zahlreiche 80er- und 90er-Genrefilme.
- Linnea Quigley war zu dieser Zeit eine feste Größe im Horrorbereich.
- Der Film wurde mit sehr geringem Budget gedreht – was man sieht, aber auch charmant macht.
- David DeCoteau drehte den Film in kurzer Zeit und setzte stark auf vorhandene Sets.
Fazit
Creepozoids (1987) ist genau das, was man sich von einem 80er-Creature-Feature erhofft: schleimig, düster und voller VHS-Charme.
Kein großer Klassiker – aber ein Film, der perfekt in eine lange Nacht vor dem Videorekorder passt.
Retro-Bewertung
6,5 von 10 Videokassetten
Kleiner, aber unterhaltsamer Endzeit-Horror mit echtem 80er-Flair.
| Story | |
| Spannung | |
| Action | |
| Nostalgie |
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