Damien: Omen II – Der Teufel wird erwachsen (1978)

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Die Hölle hat jetzt Hausaufgaben

Im Jahr 1978 kehrte der kleine Satanssprössling aus Das Omen zurück – allerdings nicht mehr als gruseliger Kleinkind-Albtraum, sondern als pickelresistenter Teenager im feinen Internatsblazer. Damien: Omen II setzt die Geschichte sieben Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils fort: Der titelgebende Damien (Jonathan Scott-Taylor) lebt nun bei seinem Onkel Richard Thorn (William Holden) und dessen Frau Ann (Lee Grant). Die beiden ahnen natürlich nichts davon, dass der Junge in Wahrheit der Antichrist ist.

Doch die Hölle kennt keinen Pausenhof: Während Damien in der Kadettenakademie die Schulbank drückt, beginnt sein teuflisches Erbe durchzubrechen. Visionen, unerklärliche Todesfälle und jede Menge „Zufälle“ pflastern seinen Weg. Bald steht fest – dieser Teenager hat definitiv keine Zukunft als Pfarrer.


Höllentrip im 70er-Thriller-Gewand

Regie führte diesmal Don Taylor (Flucht vom Planet der Affen), der den düsteren Mystery-Thriller deutlich größer, lauter und effektlastiger inszenierte als Richard Donner im ersten Teil. Das Drehbuch setzt auf eine Kette von spektakulären, teils bizarr inszenierten „Unfall“-Toden, die sich wie eine makabere Vorstufe zu Final Destination anfühlen: Vom Eissee über blutige Vogelattacken bis hin zu einem legendären Fahrstuhlabgang – der Bodycount wurde ordentlich hochgeschraubt.

Kameramann Bill Butler, bekannt für Der weiße Hai, gibt der Fortsetzung einen kalten, fast dokumentarischen Look, der perfekt zu den schneebedeckten Landschaften passt. Jerry Goldsmith, der schon im Vorgänger für Gänsehaut sorgte, kehrt mit einem noch finstereren Score zurück – inklusive lateinischem Chorgesang, der direkt aus der Hölle zu stammen scheint.


Fun Facts aus der Hölle

  • Neues Gesicht für Damien: Jonathan Scott-Taylor übernahm die Rolle von Harvey Stephens, der im Original den kleinen Damien spielte.
  • Oscar-Glanz im Cast: William Holden hatte die Hauptrolle im ersten Teil abgelehnt – angeblich, weil er nicht an übernatürliche Horrorstoffe glaubte. Für Teil 2 ließ er sich dann doch überzeugen.
  • Kreative Todesarten: Besonders die Szene mit dem Fahrstuhl war damals so heftig, dass einige Kinos Warnhinweise aufhängten.
  • Dreharbeiten im Schnee: Teile des Films wurden in Illinois gedreht – bei Temperaturen, bei denen selbst der Teufel Schal und Mütze gebraucht hätte.
  • Satans Teenager-Phase: Damien erfährt in diesem Teil selbst, dass er der Antichrist ist – und akzeptiert sein Schicksal mit einer Coolness, die jeder 70er-Jahre-Highschool-Film-Bully vor Neid erblassen lässt.

Fazit – Höllenspaß mit 70er-Charme

Damien: Omen II mag nicht die subtile Gänsehaut des ersten Films haben, aber er punktet mit mehr Tempo, mehr Spektakel und einem gewissen Trash-Faktor, der ihn heute zum idealen VHS-Abendfilm macht. Die Mischung aus Internatsdrama, Apokalypse-Prophezeiung und absurd kreativen Todesarten sorgt dafür, dass keine Minute langweilig wird.

Retro-Bewertung: 🎥🎥🎥🎥☆ (4 von 5 Höllensternen) – Perfekt für Fans von klassischem 70er-Horror mit düsterem Flair und einem ordentlichen Schuss schwarzem Humor.


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