25. Mai 2020

RETRO-FILM

Vergessen war gestern, wir sprechen darüber!

Das Haus mit dem Folterkeller (1976)

Kritik: Das Haus mit dem Folterkeller (1976)

Das Haus mit dem Folterkeller (1976)

Dr. Chaney hat einen Autounfall, bei dem seine Tochter Nancy das Augenlicht verliert. Dies nagt so an seinem Gewissen, bis schließlich nichts von diesem übrig bleibt. Er lädt den Verlobten seiner Tochter zum Abendessen ein, setzt ihn unter Drogen und greift zum Skalpell. Als Nancy am nächsten Morgen erwacht, hat sie ein paar schöne neue Augen und kann wieder sehen…


Betrachtet man das Entstehungsjahr von DAS HAUS MIT DEM FOLTERKELLER, so kann man beruhigt sagen das er für damalige Verhältnisse recht hart ist. B-Movie Meister Charles Band kreierte 1976 den Gruselfilm, der Film entstand zum Anfang seiner recht langen und interessanten Filmlaufbahn als Produzent.

Die Gewaltdarstellung ist durchaus bekannt, behält sich aber vor nicht in das Splatter-Genre abzudriften. Die Story ist spannend, verstörend und versprüht den Charme von Charles Band, der in den späteren Jahren sein Markenzeichen wurde. Unter anderem trägt die Darstellung von Kultschauspieler Lance Henriksen seinen Teil zu bei. Die Augenlosen Protagonisten tun dem Zuschauer leid und die Hassbildung auf den Egoistischen Doktor der seine Fähigkeiten als Arzt für seinen Zweck und Wunsch missbraucht steigt ins Unermessliche.

Obwohl das Budget des Films recht gering war, verspürt man es in keinster Weise. Die Atmosphäre, die Kulissen und Sets wirken nicht billig und nicht amateurhaft. Die Handlung des Films ist zwar in vielen Situationen leicht vorhersehbar, doch die solide Inszenierung und die Oldschool-Darbietung bügeln die Schwäche wieder aus. Die bösartige Grundthematik ist zeitlos zu betrachten und kann auch in die heutige Zeit wieder gespiegelt werden.



 

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