Kritik: Deadly Fear (1988)


Muss ein spannender Thriller Blut, Ekel und Schockeffekte in seinem Repertoire haben? Nein, muss er nicht. Genau so ein Kandidat ist DEADLY FEAR (1988), sehr spannend, finster und oft bedrohlich wirkend kommt dieser Film ganz ohne oben genannten Aspekte aus. Der Film basiert auf dem Roman “Die Stimme des Mörders” aus der Hand des amerikanischen Schriftstellers Stuart M. Kaminsky. Er schrieb den Roman bereits im Jahr 1983. Kaminsky hatte das Talent Stilelemente eines Film Noir einzupflegen was den Produzenten und auch dem Regisseurs des Films gut gelungen ist in bewegten Bildern umzusetzen.

Betrachtet man die Story von DEADLY FEAR so bekommt man nicht das Rad neu erfunden präsentiert. Man setzte auf altbewährte Erzählstrukturen, was einem Fan des Genres Thrillers recht schnell auffällt. Somit bleibt auch einiges auf der Strecke. Manche Handlungen sind vorherzusehen und verlieren dadurch an Spannung und Atmosphäre.

Ein großer Pluspunkt von DEADLY FEAR ist der Schauspielerin Catherine Deneuve zu zusprechen. Sie mimt die Psycho – Tante sehr authentisch und mit einer beeindruckenden Charakter-Tiefe. Sie blüht förmlich in der Rolle einer Radiomoderatorin auf.

Wer sich mittels eines anständigen Krimis einen gemütlichen Abend machen will, liegt hier genau richtig.