Den Geiern zum Fraß (1968)

Den Geiern zum Fraß (1968)

Selbst die Armee ist nicht mehr vor Banditen sicher. Als Billy Gunn (Giovanni Gianfriglia) mit seinen Outlaws eine prall gefüllte Kriegskasse stiehlt, wird Captain Clive Norton (Graig Hill) vom Militär damit beauftragt, das Geld zurückzubringen und die Verbrecher dingfest zu machen. Begleitet wird er dabei von einem alten Gefährten Gunns, der noch eine Rechnung mit seinem ehemaligen Anführer zu begleichen hat.


Den Geiern zum Fraß (1968)
  • Seitenverhältnis : 16:9 – 2.35:1
  • Alterseinstufung : Freigegeben ab 16 Jahren
  • Regisseur : Moffa, Paolo
  • Medienformat : Breitbild
  • Laufzeit : 1 Stunde und 38 Minuten
  • Erscheinungstermin : 10. August 2017
  • Darsteller : Hill, Craig, Manni, Ettore, Cianfriglia, G., Hill, Craig, Manni, Ettore
  • Untertitel: : Deutsch
  • Sprache, : Italienisch (PCM2 .0), Deutsch (PCM2 .0), Englisch (PCM2 .0)
  • Studio : Koch Media GmbH – DVD

Der aus dem Jahr 1968 stammende Italo-Western “Den Geiern zum Frass” besitzt das was einen guten Western ausmacht. Regisseur Paolo Moffa inszenierte den flotten, stimmigen und mit einem hohen Bodycount versehenen Italo-Western. 1950 startete Moffa seine recht kurze Karriere mit dem Abenteuerfilm “Die letzten Tage von Pompeji”, zu seinen weiteren Werken zählen Filme wie “Aufstand im Inselparadies” (1954) und “Husarenstreiche” aus dem selbigen Jahr.

Langeweile kommt bei diesem Western keine auf. Der Zuschauer wird verwöhnt mit Schießereien, der Bodycount ist recht hoch in diesem Film. Dazu kommen rasante Szenen mit einer Postkutsche, Kämpfe gegen Indianer und Mexikaner und zahlreiche Zweikämpfe mit den blanken Fäusten. Spektakulär sind auch die zahlreichen Stürze von den Dächern. Hier hatten die Stuntmänner ordentlich zu tun.

Den Geiern zum Fraß (1968)

Abrunden tut das Gesamtpaket noch eine flammende Hölle, ein Zweikampf im Matsch und nicht zu vergessen die Schlangenszene.

Lediglich der Soundtrack passte oft nicht zu den gezeigten Szenen. Zu verspielt und von der Stilart völlig daneben werden diesbezüglich die Nerven und vor allem die Ohren gequält. Doch mitunter gibt es auch Passagen die vollkommen passen und die gezeigten Bilder stimmig untermalen.

Besonders interessant ist noch das Rainer Brandt hier Clive Norton seine Stimme lieh. Jedoch mit etwas verhaltener Schnauze, zünden die flotten Sprüche etwas verhalten aber wirken keineswegs wie Klamauk. Dezent und sympathisch prasseln Sprüche auf den Zuschauer ein. Und noch eine weitere bekannte Stimme ist zu vernehmen. Wer sich noch an die Sesamstrasse an Ernie erinnert, wird hier beim Charakter Opa Whiskey sofort die markante Stimme wiedererkennen.

“Den Geiern zum Frass” ist ein stimmiger und rüpelhafter Vertreter aus dem Italo-Western Bereich. Langeweile kommt hier kaum auf, nur wenige Verschnaufpausen werden dem Zuschauer geboten. Die sollte er nutzen, denn die Action schreitet in einem anziehenden Tempo voran und spielt mit allerlei Sequenzen.

Kleines Manko meinerseits sind teilweise schlampige Inszenierungen. Bei der Postkutschenfahrt hat sich ein Fehler eingeschlichen und auch diverse Sets sind schlichtweg einfallslos und nicht von Spuren von Baggern und Raupen befreit worden. Hier sieht man deutlich das manche Szenen in einer Baugrube gedreht wurden. Wer genau hinsieht wird auch bei der Kavallerie etwas entdecken.

Trotz der kleinen Fehler, Schwächen birgt “Den Geiern zum Frass” ein hohes Unterhaltungspotenzial und sollte in keiner guten Italo-Western Sammlung fehlen. Doch Vorsicht der Bleigehalt ist immens!


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