Kritik: Der Biggles Effekt (1986)

Der Biggels-Effekt (1986)

Eigentlich will der Werbefachmann Jim Ferguson noch eine Rede diktieren. Doch da findet er sich plötzlich irgendwo auf einem französischen Schlachtfeld des Jahres 1917 wieder. Kaum konnte er dem Pilot James Bigglesworth das Leben retten, da sitzt er auch schon wieder in seinem Apartment. Schließlich steht ein mysteriöser Mann vor Jims Haustür, der ihn, um die Situation zu klären, nach London einlädt…


Der Menschheit ihr Traum ist ja schon seit Ewigkeiten durch die Zeit zu reisen, sei es in die Vergangenheit oder in die Zukunft. In der Biggles Effekt reist jemand durch die Zeit, aber dies eher unfreiwillig und auf andere Art als man sich vielleicht gewünscht hätte. Der Biggles Effekt ist ein Abenteuer – Science – Fiction Film aus Mitte den 80er Jahren. Regie führte John Hough, der auch für Howling aus dem Jahre 1988 verantwortlich war, leider sind kaum nennenswerte weitere Werke auf seiner Filmbiographie zu entdecken, außer das er auch viel für TV-Serien hinter der Kamera stand, wie unter anderem für Mit Schirm, Charme und Melone.

In der Biggles Effekt ist vor der Kamera ein weit verbreitetes und bekanntes Gesicht wieder zu erkennen, die Rede ist von Peter Cushing, den man aus unzähligen Horror und Science – Fiction Filme her kennt. Der Biggles Effekt ist eine Literaturverfilmung der Roman-reihe Biggles von W. E. Johns. Der Film auch unter dem Titel Sturzflug durch die Zeit bekannt. Der Biggles Effekt wurde von Januar bis März 1985 gedreht. Als Drehorte dienten die All Saints Church in Holdenby und das alte Fabrikgelände Beckton Gas Works, auf dem ein Jahr später Stanley Kubricks Full Metal Jacket gedreht wurde.

Ursprünglich sollte bereits 1969 eine erste Verfilmung mit Biggles veröffentlicht werden. Unter dem Titel Biggles Sweeps the Skies sollte der britische Schauspieler James Fox den Helden spielen. Obwohl bereits Requisiten gebaut und Promo-Material veröffentlicht wurde, wurde das Projekt abgebrochen, bevor ein fertiger Film entstand.

Der Biggles Effekt ist rasant im Erzähl-tempo, manchmal ein wenig zu flott so das man an manchen Stellen doch etwas durcheinander kommen kann, die Stimmung und das Flair des Films kommt ansprechend rüber. Die Sets sind aufwendig und detailreich in Szene gesetzt, und alle Darsteller kommen glaubwürdig und mit Ernst an den Rollen dem Zuschauer rüber, Pluspunkt gibt es für Peter Cushing, seine Rolle ist sehr ernst und wird auch so aufgenommen. Der Biggles Effekt macht Spaß, es gibt auch hin und wieder ein paar Momente wo man leicht ins schmunzeln gerät, dies wertet den Film noch mehr auf.

Der Biggles Effekt gibt es nur auf VHS, und dies in zwei Auflagen, jedoch sind beide etwas geschnitten, zumindest laut Angaben der Videolabels. Um was für Schnitte es sich handelt ist leider nicht bekannt, wenn es welche wirklich geben sollte, denn man merkt dem ganzen Film über nicht an das die Schere zum Einsatz kam. Der Biggles Effekt konnte ich nur einmal im Free TV erblicken, ich vermute er gehört zu den Filmen die eher selten gezeigt werden, was sehr schade ist, denn so gerät der Biggles Effekt noch mehr in die Schublade der Vergessenheit!