
Es gibt Filme, die hat man nicht bewusst gesehen – die waren einfach plötzlich da.
So ein typischer „Ich hab das als Kind irgendwann in der Videothek ausgeliehen, weil das Cover so komisch aussah“-Film.
Und Der Geisterjäger (Original Frog Dreaming) ist GENAU so ein Vertreter. Ein Film wie ein warmes Butterbrot: simpel, aber irgendwie verdammt gemütlich.
Worum geht’s? – Kind vs. Legende vs. australischer Sumpf
Wir begleiten Cody, gespielt vom immer noch extrem sympathischen Henry Thomas, der ein paar Jahre früher mit E.T. die Herzen weich gekocht hat.
Cody lebt in Australien – und das bedeutet:
Viel Sonne, viel Staub und mindestens ein mysteriöses Gewässer, in dem angeblich irgendwas lebt, was man besser nicht weckt.

Natürlich lässt sich Cody davon nicht abschrecken. Schon gar nicht als erfinderischer 80er-Knirps mit Mut, Schraubenzieher und überbordender Fantasie. Er folgt seltsamen Zeichen, rätselhaften Geräuschen und einer alten Legende der Aborigines, die vom Donkegin erzählt – einem Wesen, das irgendwo zwischen Monster, Mythos und „Sag mal, habt ihr da einen Autoreifen versenkt?“ liegt.

Der Geisterjäger ist ein Film, der nicht mit Wucht kommt. Er flüstert. Er zaubert. Er erinnert an eine Zeit, in der jeder See verdächtig war und man überzeugt war, dass im Baggerloch irgendwas lauert.
Regie & Hauptdarsteller
Brian Trenchard-Smith – Australiens Meister des charmanten Genre-Trashs. Hat gefühlt ALLES gedreht, was irgendwie nach Abenteuer, Chaos und Spaß klingt.
Henry Thomas – Cody
Tony Barry – Gaza
Rachel Friend – Wendy
Tamsin West – Jane
John Ewart – Mister „Lasst den Jungen doch mal in Ruhe“ Cannon
Warum der Film so eine herrliche Retro-Videotheken-Vibes auslöst
„Der Geisterjäger“ riecht nach 80er-Cartridge, schmeckt nach Brausepulver und schaut sich wie ein Sommerferien-Tag nach der Schule.
Der Film ist klein, charmant und hat dieses unperfekte Etwas, das man heute nur noch schwer findet.

Trenchard-Smith liefert ein Abenteuer, das genau dann funktioniert, wenn man sich darauf einlässt, die Welt wieder durch Kinderaugen zu sehen: neugierig, leicht verpeilt, aber voller Zauber.
Und das Beste: Der Film erklärt nicht alles. Er lässt Raum für Fantasie – dieses herrliche „Vielleicht ist da wirklich was!“-Gefühl.
Wenn man heute draufguckt, merkt man natürlich schnell, dass das Budget vermutlich irgendwo zwischen Taschengeld und Pausenbrot lag.
Aber genau DAS macht ihn zu dem VHS-Juwel, das wir so lieben.
Fun Facts
- Henry Thomas wollte zunächst nicht noch einen „Kinderfilm“, wurde aber vom australischen Setting überzeugt.
- Der titelgebende See war in Wahrheit ein künstlich veränderter Drehort – der während der Dreharbeiten gerne mal überschwemmte.
- Der Film wurde in Deutschland nie im Kino gezeigt – er stürzte direkt ins heilige Reich der Videotheken.
- „Donkegin“ basiert nur locker auf echten Legenden – der Rest ist pure 80er-Magie.
- Der Film hatte mehrere alternative Schnittfassungen, was bis heute Diskussionen unter Fans auslöst.
Fazit – Ein kleines, mystisches Abenteuer zum Wohlfühlen
Wenn du 80er-Kids-Abenteuer liebst, dann geht „Der Geisterjäger“ runter wie ein Schluck Kaba.

Der Film ist warm, verträumt, ein bisschen mysteriös – und weckt Erinnerungen an Zeiten, in denen wir alle überzeugt waren, dass im Wald hinterm Haus mindestens ein Monster wohnt.
Kein Actionfeuerwerk, kein lautes Effektgedröhne – sondern ein Film, der dich für 90 Minuten wieder zum neugierigen Kind macht.
Und mal ehrlich: Dafür ist auf Retro-Film.de immer Platz
Retro-Bewertung
⭐⭐⭐⭐☆☆☆☆☆☆
4 von 10 mysteriösen Blubberblasen – charmant, angenehm, nostalgisch. Kein Meisterwerk, aber ein echtes VHS-Herzstück.
| Story | |
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| Nostalgie |
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