
Die späten 70er waren die Hochzeit für satanische Horrorstoffe: Nach Der Exorzist, Das Omen und zahllosen Dämonen- und Teufelsfilmen war plötzlich alles gruselig, was irgendwie nach Hölle roch. Ins Fernsehen schaffte es 1978 der kleine, aber kultige Horrorfilm „Der Höllenhund“ (Original: Devil Dog: The Hound of Hell) von Regisseur Curtis Harrington – eine Mischung aus Familienfilm, Teufelshorror und Tierterror, die in den 80ern vor allem auf VHS ein zweites Leben fand.
Handlung – Teufel auf vier Pfoten
Die Familie Barry (Richard Crenna, Yvette Mimieux und ihre Kinder) lebt in einem ruhigen Vorort und führt ein beschauliches Leben – bis ihnen eines Tages ein niedlicher Schäferhund-Welpe geschenkt wird. Doch hinter den treuen Hundeaugen verbirgt sich das pure Böse: Ein satanistischer Kult hat das Tier gezüchtet, um seine dämonische Macht über die Welt auszubreiten.

Schon bald geschehen merkwürdige Dinge: Der Hund übt hypnotischen Einfluss auf die Kinder aus, lässt Unfälle geschehen und verbreitet pure Angst. Nur Vater Mike Barry beginnt zu ahnen, dass hier mehr am Werk ist als ein gewöhnlicher Haushund. Sein Kampf gegen den „Höllenhund“ wird zum Überlebenskampf seiner ganzen Familie – und am Ende zur Frage, ob er seinen eigenen Verstand bewahren kann.
Die Hauptdarsteller – Bekannte Gesichter im TV-Horror
- Richard Crenna als Mike Barry: Crenna, später bekannt als Colonel Trautman in der Rambo-Reihe, zeigt hier seine TV-Movie-Seite – als verzweifelter Familienvater, der mit dem Bösen ringt.
- Yvette Mimieux als Betty Barry: Die charmante Schauspielerin aus Klassikern wie Die Zeitmaschine (1960) bringt Würde in die Rolle der Mutter, die dem dämonischen Hund nichts entgegenzusetzen hat.
- Kim Richards als Bonnie Barry: Ein bekanntes Kindergesicht der 70er (Disney-Filme wie Die Flucht zum Hexenberg). Sie spielt die Tochter, die vom Hund besonders stark beeinflusst wird.
- K.C. Martel als Charlie Barry: Der Sohn der Familie, ebenfalls ein Opfer des Hundes. Später sah man Martel in TV-Produktionen wie E.T. oder Growing Pains.
- Ike Eisenmann (kurze Rolle): Ebenfalls ein Disney-Kindstar, bekannt aus Die Flucht zum Hexenberg, taucht hier als Freund auf.
Kritik – Bissiger TV-Horror mit Retro-Charme
„Der Höllenhund“ ist sicher kein großes Kino, sondern klassischer TV-Horror: Mit überschaubarem Budget, aber cleveren Effekten (Leuchtaugen, Nebelmaschinen, Zeitlupen) gelingt es Regisseur Harrington, eine unheimliche Stimmung zu erzeugen. Die Grundidee – ein niedlicher Familienhund als Werkzeug Satans – wirkt heute herrlich absurd, war aber 1978 originell genug, um für Gänsehaut zu sorgen.

Besonders Richard Crenna trägt den Film mit seiner überzeugenden Darstellung, während der Hund selbst, ein deutscher Schäferhund, mal erschreckend, mal fast unfreiwillig komisch wirkt. Aber genau das macht den Reiz aus: Der Höllenhund balanciert perfekt auf der Grenze zwischen ernsthaftem Horror und VHS-Trash.
Fun Facts zum Film
- Gedreht wurde für das US-Fernsehen (CBS), doch durch den Erfolg wanderte der Film auch international auf VHS in die Horrorregale.
- Die leuchtenden Augen des Hundes wurden durch einfache Lichtreflexe und Kamera-Tricks erzeugt – simpel, aber effektiv.
- Richard Crenna selbst sagte später, er habe den Film vor allem gemacht, um „mal was anderes“ zu probieren – bevor er mit Rambo Action-Geschichte schrieb.
- Yvette Mimieux zog sich kurz nach diesem Film weitgehend aus Hollywood zurück – „Der Höllenhund“ war einer ihrer letzten größeren Auftritte.
- In Deutschland lief der Film in den 80ern regelmäßig in den Nachtprogrammen – ungeschnitten und oft mit reißerischen VHS-Covern.
Fazit – Satans Hund auf Beutezug
„Der Höllenhund“ ist ein typischer Vertreter des TV-Horrors der 70er: atmosphärisch, leicht trashig und gerade deshalb so charmant. Kein Meisterwerk, aber ein Film, der durch seine Mischung aus ernsthaftem Dämonen-Horror und absurdem „Killerhund“-Plot heute absoluten Kultstatus genießt.

Wer Cujo oder Omen-artige Stoffe liebt und dazu ein Faible für 70er-TV-Horror hat, sollte den „Höllenhund“ unbedingt in seiner Sammlung haben.
Retro-Bewertung
🐕🔥 Dämonenfaktor: ★★★★☆
📺 TV-Horror-Atmosphäre: ★★★★☆
📼 VHS-Kult: ★★★★★
👉 Gesamt: 4 von 5 Retro-Sternen
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