Kritik: Der Leichenwagen (1980)

Der Leichenwagen (1980)

Eine Lehrerin sucht Erholung vom stressigen Schulalltag, deswegen macht sie Urlaub in einem ruhigen kleinen Dorf, irgendwo im Mittelwesten der USA. Doch neben all den netten, freundlichen und hilfsbereiten Menschen begegnen ihr bald auch verschiedenste merkwürdige Gestalten. Eines Tages wird sie plötzlich von einem unheimlichen schwarzen Leichenwagen verfolgt. Immer wieder taucht er wie aus dem Nichts auf und jagt sie, wie vom Wahnsinn getrieben. Verzweifelt versucht die verängstigte Frau herauszufinden, welche finsteren Mächte hinter dem gespenstischen Vehikel stehen.


Seit kurzem ist der Gruselfilm DER LEICHENWAGEN aus dem Jahr 1980 vom Berliner Label cmv laservision auf Blu-ray im Handel erhältlich. Entweder im schicken Mediabook oder als normale Amaray in einem schicken rot. Natürlich wurde der Film auch auf DVD in der normalen Amaray Hülle veröffentlicht. Ich besaß noch die Erstauflage vom damaligen Label marketing.

Die Story von DER LEICHENWAGEN läuft recht einfach und klassisch. In einem Dorf häufen sich mysteriöse Vorfälle. Eine einsame Frau Jane Hardy gespielt von Trish Van Devere zieht in ein einsames Haus in kleinen, beschaulichen Dorf. Zuerst sind alle Dorfbewohner sehr ablehnend ihr gegenüber, dann häufen sich die Vorfälle und gelegentlich fährt noch ein Leichenwagen durchs Dorf und hält vor Jane ihrem neuen Zuhause.

Wer bei DER LEICHENWAGEN einen harten, derben Gruselschocker erwartet, wird recht schnell enttäuscht sein. Der Film orientiert sich an den klassischen Gruselfilmen aus den 70er Jahren. Atmosphäre, Story und vor allem Schauspielkunst stehen im Vordergrund. Der FSK Flatschen der im satten Rot daherkommt, einer FSK 18 Freigabe verspricht mehr als der Film im Endeffekt bieten kann. Dies ist kein negativer Punkt, aber könnte bei manchen Zuschauern etwas für Verwirrung und Enttäuschung sorgen. Die Spannung der Story baut sich langsam auf, zum Ende des Films bekommt man auch ein paar heftigere Bildersequenzen zu Gesicht. Sie runden das Gesamtbild des Films gut ab. Spannend, atmosphärisch – zahm aber ein guter Einstieg in die Gruselfilme der 70er bis in die 80er Jahre. Es muss ja nicht immer hunderte Liter Lebenssaft über die Flimmerkiste laufen.