Hongkong zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Piraten terrorisieren die Küsten, die Marine ist überfordert – und mittendrin ein Mann, der sich nicht mit dem Status quo abfinden will. Der Superfighter, besser bekannt als Project A, ist einer der Filme, mit denen Jackie Chan endgültig seinen eigenen Stil definierte.
Dragon Ma ist Mitglied der Küstenwache und hat ein klares Ziel: die Piraten endgültig zur Strecke zu bringen. Doch die Realität sieht anders aus. Bürokratie, Inkompetenz und Korruption innerhalb der eigenen Reihen machen es ihm nahezu unmöglich, effektiv zu handeln.
Als die Küstenwache schließlich aufgelöst wird, bleibt Dragon nichts anderes übrig, als auf eigene Faust weiterzumachen. Gemeinsam mit einigen Verbündeten nimmt er den Kampf gegen die Piraten auf – und das mit Methoden, die alles andere als konventionell sind.

Was folgt, ist eine rasante Mischung aus Action, Comedy und halsbrecherischen Stunts, bei der Dragon immer wieder improvisieren muss, um zu überleben.
Regie & Stil – Jackie Chan in Bestform
Hier zeigt sich Jackie Chan nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als kreativer Kopf hinter dem Film. Als Regisseur und Stuntkoordinator bringt er genau das auf die Leinwand, was ihn berühmt gemacht hat: physische Comedy, spektakuläre Action und perfektes Timing.
Project A verbindet klassische Slapstick-Elemente mit Martial-Arts-Action und großen Setpieces. Die berühmte Uhrturm-Szene – eine Hommage an Buster Keaton – gehört bis heute zu den ikonischsten Momenten des Hongkong-Kinos.
Chan setzt auf echte Stunts, echte Schmerzen und eine unglaubliche körperliche Präsenz. Kein CGI, keine Tricks – hier wird alles selbst gemacht, und genau das spürt man in jeder Szene.
Ensemble & Figuren
Neben Jackie Chan sorgen Sammo Hung und Yuen Biao für zusätzliche Dynamik. Das Trio gehört zu den prägendsten Konstellationen des Hongkong-Kinos der 80er und harmoniert perfekt.

Sammo Hung bringt seine typische Mischung aus Wucht und Humor ein, während Yuen Biao mit akrobatischer Leichtigkeit überzeugt. Gemeinsam entsteht eine Energie, die den Film ständig in Bewegung hält.
Die Figuren sind dabei weniger tief ausgearbeitet als funktional – doch genau das passt zum Stil des Films. Hier geht es um Tempo, Action und Unterhaltung.
Atmosphäre & Einordnung
Der Superfighter ist ein Paradebeispiel für das Hongkong-Kino der 80er: kreativ, dynamisch und völlig frei von westlichen Erzählkonventionen. Der Film mischt Genres, bricht Regeln und setzt auf pure Unterhaltung.

Gleichzeitig markiert er einen wichtigen Punkt in Jackie Chans Karriere. Hier findet er endgültig seinen Stil, der ihn später weltweit berühmt machen sollte.
Fazit
Der Superfighter (Project A) ist ein Meilenstein des Actionkinos. Jackie Chan liefert hier einige seiner besten Stunts und kombiniert sie mit perfektem Timing und viel Humor.
Retro-Bewertung
9 von 10 Videokassetten
Legendärer Hongkong-Actionfilm mit spektakulären Stunts und hohem Unterhaltungswert.
Ähnliche Filme & Einordnung
Wer Der Superfighter mag, sollte unbedingt auch Police Story, Wheels on Meals oder Project A II sehen – weitere Highlights aus Jackie Chans goldener Phase.
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