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Die Nacht der unheimlichen Bestien (1959)

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Handlung

Es sollte nur eine simple Versorgungslieferung werden, die Thorne Sherman und sein Freund Griswold zu der abgelegenen Insel des Wissenschaftlers Craigis bringen sollten, doch weil ein gewalter Sturm heraufzieht, sitzen sie bald mit dem Genetiker, seiner Tochter Ann, dessen leicht versoffenen Verlobten Jerry und Craigis Kollegen Baines auf der Insel fest. Craigis und Baines versuchen dort mittels Eingriffe in das Genom von Spitzmäusen, dessen Stoffwechsel zu verändern, so dass sie nicht mehr täglich das Dreifache ihres Körpergewichts essen müssen und hofft so eine Methode zu finden, um auch den Menschen an veränderte Bedingungen anzupassen: weniger Körpergröße, weniger Nahrungsbedarf.

Kritik

“Die Nacht der unheimlichen Bestien” im Original “The Killer Shrews” ist die erste Regiearbeit des Effektspezialisten Ray Kellogg aus dem Jahr 1959. Trotz eines geringen Budgets gelang es Kellogg einen durchaus spannenden und atmosphärischen Horror-SciFi Mix zu kreieren. Das geringe Budget merkt man deutlich an den Sets und Kamera-Einstellungen. Viel spielt sich immer im selben Raum ab und die Kamera drehte immer aus dem gleichen Winkel.

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Doch die kleinen Schwächen schaden dem Film “Die Nacht der unheimlichen Bestien” nicht im geringsten. Trotz der wenigen Charaktere und dem dahin plätschern der ersten Spielfilm-Hälfte weiß der Film Fans von Filmen aus den End-50er zu gefallen. Mit viel Spannungsaufbau, Dramatik und Action dreht der Film in der zweiten Hälfte seiner recht kurzen Laufzeit von 66 Minuten richtig auf. Die Idee alleine Hunden Masken aufzusetzen und sie als Ratten / Mäuse darzustellen grenzt schon an Irrsinn. Die Umsetzung ist der Special Effects Gruppe sehr gelungen.

Der Film kommt mit wenigen Charakteren aus, dies verhindert vor allem daran das man vom eigentlichen Thema abschweift und den Zuschauer zu sehr verwirrt und ihn förmlich mit Infos zu Charakteren überschüttet. Ken Curtis der Jerry spielt war zeitweise der Schwiegersohn von Regielegende John Ford. Dr. Craigis wird von Baruch Lumet gespielt, der Vater von Sydney Lumet.

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Die Monster in Nahaufnahme sind Handpuppen die aussehen wie Handpuppen. In Ganzkörperbildern doubeln dann verkleidete Hunde mit jeder Menge künstlichem Fell, Gummischwänzen und Latex. Doch die Effekte versprühen ihren Charme und lehrten in den 50er bestimmt einigen Zuschauern das Fürchten.

In erster Linie ist “Die Nacht der unheimlichen Bestien” ein s/w Film – doch das Label “Inter-Pathe” unterzog dem Film eine Nachcolerierung. Die ist sehr gut gelungen und schmiegt sich dem Flair würdevoll an. Keine zu kräftigen Farben oder Verschwimmungen von Farbpunkten. Für mich persönlich wähle ich lieber die alte s/w Fassung aus. Sie spiegelt das damals technisch mögliche wieder und hält die Zeit der 50er deutlicher verankert.

 

Medien

“Die Nacht der unheimlichen Bestien” ist in Deutschland auf DVD und Blu-ray mit einer Freigabe von FSK 16 erschienen. Die damalige VHS Veröffentlichung ist ein Bootleg und somit keine offizielle Veröffentlichung.

Trailer

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