Karriere, Klasse – und der Kampf nach oben
New York, Ende der 80er. Börsenboom, große Deals, große Egos – und mittendrin eine Frau, die sich nicht länger kleinhalten lassen will. Die Waffen der Frauen ist auf den ersten Blick eine charmante Romantikkomödie, entpuppt sich aber schnell als clever beobachtetes Zeitporträt über Ehrgeiz, Chancen und den steinigen Weg nach oben.
Tess McGill kommt aus einfachen Verhältnissen in Staten Island und arbeitet als Sekretärin im Finanzdschungel Manhattans. Sie hat Ideen, sie hat Biss – aber sie hat nicht die richtigen Kontakte. Und genau das ist das Problem in dieser Welt.
Als ihre Chefin verletzt ausfällt, nutzt Tess die Gelegenheit. Sie schlüpft in eine Rolle, die eigentlich nicht ihre ist – und beginnt, selbst die Fäden zu ziehen. Aus der Assistentin wird plötzlich eine Frau, die mitmischt.

Doch der Preis dafür ist hoch. Denn je weiter sie kommt, desto mehr steht auf dem Spiel.
Mike Nichols – Leichtfüßig mit Biss
Regisseur schafft es, einen Film zu drehen, der gleichzeitig unterhaltsam und erstaunlich scharf beobachtet ist.
Die Waffen der Frauen wirkt locker, fast verspielt – doch unter der Oberfläche geht es um Themen wie soziale Herkunft, Machtstrukturen und die Frage, wer überhaupt eine Chance bekommt.
Nichols inszeniert das Ganze mit einem feinen Gespür für Tempo und Dialoge. Die Geschichte fließt, die Figuren entwickeln sich organisch, und trotz aller Leichtigkeit bleibt immer ein realistischer Kern spürbar.
Melanie Griffith – Herz und Ehrgeiz
Im Zentrum steht , die hier ihre wohl bekannteste Rolle spielt.
Tess ist keine klassische Heldin. Sie ist unsicher, manchmal naiv – aber vor allem entschlossen. Griffith bringt genau diese Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke perfekt rüber.

Man fiebert mit ihr, weil sie echt wirkt. Weil man ihr glaubt, dass sie sich ihren Platz erkämpfen muss – Schritt für Schritt.
Harrison Ford & Sigourney Weaver – zwei Welten
An ihrer Seite steht , der hier einmal nicht den Actionhelden gibt, sondern einen charmanten Geschäftsmann mit Herz.
Seine Figur ist der Gegenpol zur kalten Businesswelt – jemand, der Tess ernst nimmt und ihr Potenzial erkennt.
Und dann ist da noch als Chefin – elegant, souverän, aber mit einer dunkleren Seite. Ihre Darstellung ist ein perfektes Beispiel für die glänzende Oberfläche der 80er-Karrierewelt.
Zwischen diesen Figuren entsteht ein spannendes Geflecht aus Vertrauen, Konkurrenz und Verrat.
80er-Feeling pur – von Schulterpolstern bis Synthie-Sound
Die Waffen der Frauen ist ein echtes Kind seiner Zeit.
👉 große Büros
👉 noch größere Frisuren
👉 und ein Soundtrack, der sofort ins Ohr geht
Der berühmte Song von bringt genau dieses Gefühl auf den Punkt: Aufbruch, Hoffnung und die Energie der 80er.

Der Film fängt diese Zeit perfekt ein – ohne sie zu verklären.
Mehr als nur eine Komödie
Was Die Waffen der Frauen so stark macht, ist seine Vielschichtigkeit.
👉 Romantikkomödie
👉 Karrierefilm
👉 Gesellschaftsporträt
Alles in einem.
Der Film zeigt, dass Erfolg nicht nur Talent braucht – sondern auch Mut, Timing und manchmal ein bisschen Risiko.
Fun Facts
- wurde für ihre Rolle für den Oscar nominiert.
- Der Song „Let the River Run“ gewann den Oscar für den besten Filmsong.
- Gedreht wurde größtenteils in New York, was dem Film seine authentische Atmosphäre verleiht.
- Der Film gilt als einer der wichtigsten Karrierefilme der 80er-Jahre.
Fazit
Die Waffen der Frauen (1988) ist mehr als nur Unterhaltung. Ein kluger, charmanter und überraschend ehrlicher Blick auf Erfolg und Chancen in der Businesswelt.
Ein Film, der heute noch funktioniert – weil seine Themen zeitlos sind.
Retro-Bewertung
8 von 10 Videokassetten
Charmanter 80er-Klassiker mit Herz, Witz und starkem Cast.
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