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Django im Reich der gelben Teufel (1974)

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Handlung

Der Missionar Antonio “Django” Morales ist unentdeckt in Nordchina unterwegs und hilft den Japanern, ein paar Chinesen in einem Zug zu überfallen. Doch er wird gelinkt und fängt sich selber eine Kugel ein. Er wird von Dragon gerettet und beide wollen die Japaner bestrafen, die Antonio betrogen haben. Aber die Gauner sind in der Überzahl und treiben die beiden in eine verlassene Geisterstadt, in der sie ihr Ende finden sollen. Zum Glück hat Antonio eine schussgewaltige Überraschung in seinem gigantischen Holzkreuz dabei; als er seine gigantische MG auspackt, staunen die Bösewichte nicht schlecht. Und auch Ringo, der Anführer der japanischen Übeltäter, wird noch seine Rechnung bezahlen.

Kritik

Wo “Django” draufsteht ist nicht unbedingt Django drin. So wie auch im Film “Django – Im Reich der gelben Teufel” aus dem Jahr 1974. Im Fahrwasser des Ur-Django aus dem Jahr 1967 mit Franco Nero tauchten dutzende Plagiate, Nachahmer und Mitschwimmer auf. Der Titelzusatz “Django” bekam eine ganz neue Interpretation und Aussagekraft zugesprochen. Wer beim Film “Im Reich der gelben Teufel” noch an einen Western denkt, der glaubt vermutlich noch an den Weihnachtsmann.

Statt eines Westerns, bekommen hier die Zuschauer einen waschechten Eastern geboten. Zwar mit ein paar Ansätzen zum Western Genre wie ein Maschinengewehr und teils eine ähnlich klingende Musik – doch das war es damit dann auch schon. Ist jetzt der Film dafür Schrott? Nein, wer mit anderen Erwartungen und nicht mit Irreführungen an den Film sich ran tastet, der wird seinen Spaß haben.

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Statt eines Sargs wird hier von einem Mönch ein überdimensionales Holzkreuz getragen. Der Inhalt bleibt lange geheim und birgt für böse Buben eine deftige Überraschung. Die Story ist recht einfach gestrickt und wurde mit allerlei Kämpfen sei es mit Schwertern, Säbeln oder auch die blanken Hände und Füße diverse Akteure ausstaffiert. Der Gewaltgrad ist recht hoch obwohl es kaum Blutende Wunden oder sogar abgetrennte Gliedmaßen gibt. Allen voran das Finale des Films in einer Geisterstadt entschädigt viele kleine Schwächen des Films.

Wer sich das Cover der DVD / Blu-ray anschaut wird recht schnell feststellen das es aus dem Film “Ninja Operation 6 – Champion on Fire” handelt. Einige Szenen aus “Django – Im Reich der gelben Teufel” wurden übrigens für den “Ninja Operation 6” wieder verwendet.

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Atmosphärisch kann der Film eine Menge bieten. Die Sets und die Außenaufnahmen sind sehr stimmig und fügen sich nahtlos in die Story ein. So bekommt der Zuschauer Felsschluchten, Täler, Dschungel und auch eine alte chinesische Geisterstadt geboten. Zudem wurden die Kämpfe sehr interessant und stimmig in Szene gesetzt. Was mich besonders gestört hat, das die Kamera wohl damals oft gegen die Sonne gefilmt hat und nicht im Schatten der Sonne. Somit sind manche Szenen recht schwer zu erkennen und schwächen das Gesamtbild etwas ab.

Für Eastern-Fans ist dieser Vertreter sicherlich eine Empfehlung wert. Wer jedoch einen Django im Wilden Westen sehen möchte, wird hier dumm aus der Wäsche schauen.

Medien

“Django – Im Reich der gelben Teufel” ist auf DVD sowie Blu-ray mit einer FSK 18 Freigabe erschienen. 

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