
Die 70er waren das Jahrzehnt der Katastrophenfilme: Flugzeuge, Ozeandampfer, Erdbeben – kein Setting war sicher vor Hollywoods Lust am Spektakel. Einer der größten Vertreter dieses Trends ist „Flammendes Inferno“ (Originaltitel: The Towering Inferno, 1974). Regisseur John Guillermin inszenierte mit Starbesetzung und bombastischen Effekten ein Kino-Ereignis, das heute als König der Katastrophenfilme gilt.
Handlung – Feuerhölle im Glaspalast
In San Francisco eröffnet der brandneue „Glass Tower“, ein 138 Stockwerke hoher Wolkenkratzer – das höchste Gebäude der Welt. Während der pompösen Feier im 135. Stockwerk bricht jedoch durch mangelhafte Elektroinstallationen ein Feuer aus.

Was als kleiner Schwelbrand beginnt, entwickelt sich schnell zur unaufhaltsamen Katastrophe. Eingeschlossene Gäste kämpfen ums Überleben, während Feuerwehrchef O’Hallorhan (Steve McQueen) und Architekt Doug Roberts (Paul Newman) verzweifelt versuchen, die Menschen zu retten.
Die Lage spitzt sich immer weiter zu – bis das Hochhaus selbst zum Schauplatz eines gigantischen Überlebenskampfes wird.
Die Hauptdarsteller – Hollywoods Starensemble
- Paul Newman als Architekt Doug Roberts: Seriös, sympathisch und das moralische Herz des Films. Newman bringt als Baumeister des Towers Schuldgefühle und Tatkraft perfekt in Einklang.
- Steve McQueen als Feuerwehrchef Michael O’Hallorhan: Coolness pur. McQueen spielt den Pragmatiker, der mit eiserner Ruhe und Heldenmut gegen das Inferno ankämpft.
- William Holden als Jim Duncan: Der Bauunternehmer, der aus Profitgier am Tower gespart hat. Ein klassischer 70er-Bösewicht im Anzug.
- Faye Dunaway als Susan Franklin: Doug Roberts’ Verlobte, die zwischen Liebe und Panik im Tower gefangen ist. Dunaway gibt der Rolle Glamour und Drama.
- Fred Astaire als Harlee Claiborne: In einer seiner letzten großen Rollen. Astaire glänzt als charmanter Hochstapler – und wurde dafür für den Oscar nominiert.
- Richard Chamberlain als Roger Simmons: Ein skrupelloser Elektriker, dessen Pfusch das Feuer überhaupt erst entfacht.
- O.J. Simpson als Harry Jernigan: Der Sicherheitschef des Towers – eine Nebenrolle, die später durch Simpsons realen Skandal eine ganz eigene Brisanz bekam.
Spektakel und Spannung
„Flammendes Inferno“ war eine Superproduktion – finanziert von gleich zwei Studios (20th Century Fox und Warner Bros.), die ihre Kräfte bündelten. Heraus kam ein Film, der über zweieinhalb Stunden Spannung, Stars und Special Effects bot.

Die Feuerszenen wurden mit echten Flammen gedreht, die Schauspieler mussten oft selbst durch Rauch und Hitze. Steve McQueen bestand darauf, viele Stunts selbst auszuführen – inklusive Szenen mit meterhohen Explosionen.
Fun Facts zum Film
- Der Film basiert auf zwei Romanen: The Tower von Richard Martin Stern und The Glass Inferno von Thomas N. Scortia/Frank M. Robinson.
- Mit einem Budget von 14 Millionen Dollar war er einer der teuersten Filme seiner Zeit – spielte aber weltweit über 100 Millionen ein.
- John Williams komponierte die Musik – eine Mischung aus heroischem Score und düsterem Suspense.
- Der Film gewann drei Oscars (u. a. für Kamera und Schnitt) und erhielt acht Nominierungen, darunter „Bester Film“.
- Newman und McQueen bestanden darauf, exakt gleich viele Dialogzeilen zu haben – ihr Star-Ego war legendär.
Deutsche Steelbook-Veröffentlichung von Plaion Pictures
Für Sammler und Nostalgiker hat Plaion Pictures „Flammendes Inferno“ in einer edlen Steelbook-Edition neu aufgelegt – und das ist ein echtes Highlight. Neben dem restaurierten Bild in HD überzeugt die Veröffentlichung vor allem durch die Rückkehr der alten deutschen Kinosynchronisation, die für viele Fans den authentischen 70er-Flair ausmacht.

Das Bild wurde sorgfältig restauriert, die Feuerszenen wirken detailreich, Farben und Kontraste sind kräftig – ohne den klassischen Filmlook zu verfälschen. Tonseitig gibt es die deutsche Kinofassung ebenso wie den englischen Originalton, beide in sauber überarbeiteter Form.
Auch bei den Extras liefert Plaion: Trailer, Interviews und Hintergrundmaterial runden das Paket ab. Verpackt ist das Ganze im schicken Steelbook mit Hochglanzfinish – eine Edition, die im Regal richtig was hermacht und den Klassiker würdig präsentiert.
Für Fans des Katastrophenkinos und Sammler von 70er-Jahre-Hits ist dieses Release ein absolutes Muss – allein schon wegen der originalen Kinosynchro, die viele Jahrzehnte lang schwer greifbar war.
Fazit – Der Höhepunkt des Katastrophenkinos
„Flammendes Inferno“ ist bis heute einer der besten Katastrophenfilme aller Zeiten. Mit Starpower, packenden Effekten und einer Mischung aus Drama, Spannung und Spektakel setzte er Maßstäbe. Ein Film, der zeigt, warum die 70er das goldene Jahrzehnt des Katastrophenfilms waren – und der auf VHS ebenso fesselte wie heute in HD.
Retro-Bewertung
🔥 Effekte & Spannung: ★★★★★
⭐ Starpower: ★★★★★
📼 Nostalgie-Faktor: ★★★★★
👉 Gesamt: 5 von 5 Retro-Sternen
| Story | |
| Spannung | |
| Action | |
| Nostalgie |
| Story | |
| Spannung | |
| Action | |
| Nostalgie | |
|
|
![]()