Der Mann in der Wildnis 1971

He was left for dead. He would not forget – Ein Mann in der Wildnis (1971)

He was left for dead. He would not forget - Ein Mann in der Wildnis (1971)

Handlung

Irgendwo inmitten der nordamerikanischen Wildnis, zu Beginn des 18. Jahrhunderts: Eine Gruppe von Fallenstellern und indianischen Händlern ist mit ihren Waren auf dem Rückweg in die Zivilisation, als sie von dem plötzlich einbrechenden Winter überrascht wird. Verzweifelt kämpfen sie gegen die Naturgewalten an. Als ihr Führer Zachary Bass durch den Angriff eines Bären schwer verletzt wird, lassen ihn seine Gefährten zum Sterben zurück. Doch Zachary erholt sich von seinen Verletzungen und schwört Rache. Nun beginnt er eine gnadenlose Jagd auf seine ehemaligen Gefährten.

Kritik

Wer den Film “Ein Mann den sie Pferd nannten” kennt, der wird nach Sichtung von “Der Mann in der Wildnis” von 1971 durchaus seine Parallelen erkennen. Dies ist darauf zurück zu führen, das der selbe Drehbuchautor und Hauptdarsteller hierfür zusammen tätig waren. Der Film “Der Mann in der Wildnis” ist eine Mischung aus Western und Abenteuer, wobei hier das Genre des Abenteuers durchaus überwiegt. Ein Mann der nach einer Attacke eines Bären von seinen Kameraden einsam in der Wildnis zurück gelassen wird. Seinem Schicksal fast erlegen wagt er jedoch den harten, steinigen Weg sich durch die Wildnis und gegen seine Verletzungen anzukämpfen um sein Ziel zu erreichen.

Wer auch gelegentlich neuere Filme schaut, wird hier sofort den Film “The Revenant” von 2015 mit Leonardo De Caprio wieder erkennen. Beide Filme basieren auf die Geschichte und Aufzeichnungen des Trappers Hugh Glass. Der 1823 von einem Grizzly angefallen wurde, einer mehrmonatigen Reise durch die Wildnis jedoch wieder in die Zivilisation zurückkehren konnte. 

Der Mann in der Wildnis 1971

 

“Der Mann in der Wildnis” ist ein beeindruckender Film, mit herrlichen Landschaften, weite Flächen, Einöden, Waldstücke, Bergige Erhebungen und viele wilde Tiere. Die Kamera Arbeiten sind sehr aufwendig und geschickt absolviert worden. Der Zuschauer wird Teil des Geschehens und begleitet den Trapper auf Schritt und Tritt. Der Kampf gegen wilde Tiere wie Wölfe, die ein anderes Tier zuvor erlegt haben um an deren Nahrung zu kommen, die Möglichkeit Fallen aufzustellen um Hasen zu fangen, Wildtiere erlegen um das Fell für warme Kleidung zu bekommen, um den bedrohenden bevorstehenden Winter zu trotzen und vieles mehr. Vor allem ist mir die Kampfszene mit dem Grizzly sehr im Gedächtnis geblieben, im Gegensatz zum Remake scheint hier ein echter Grizzly am Set gewesen zu sein. Im Remake wurde er mithilfe von CGI künstlich erstellt. 

Für die Rolle des Trappers Hugh Glass wurde Schauspieler Richard Harris auserwählt. Man sieht Harris förmlich die Strapazen seines Charakters deutlich an. Die Wunden im Gesicht und Bein sind aufwendig handgemachte Effekte. Für die Rolle hatten sich die Produzenten wahrlich ein vielseitigen Schauspieler ausgewählt. Harris spielte in zahlreichen Filmen die verschiedensten Rollen und wusste wie er seinem Charakter künstlich Leben einhauchen musste. Man denke da nur an Filme wie “Cassandra Crossing” (1976), “Orca – Der Killerwal” (1977) und “Die Wildgänse kommen” (1978) um nur ein paar Beispiele zu nennen. Als sein Widersacher Captain Filmore Henry tritt John Huston in Erscheinung. Ebenfalls ein erfolgreicher und beliebter Schauspieler gewesen, noch dazu gesellen sich dutzende Titel wo er als Regisseur tätig war.

Der Mann in der Wildnis 1971

 

Mit einer Laufzeit von knapp 100 Minuten kommt jedoch keine Langeweile auf. Entweder man begleitet dem Trapper oder seinem Ziehvater der Mithilfe von Maultieren und Männern ein Schiff durch die Wildnis zieht um zum Mississippi zu kommen bevor der Winter da ist um die erlegten Felle zu Geld zu machen. Durch zahlreiche Einblendungen, Rückblicke bekommt man viel über die einzelnen Charaktere gezeigt, was eine starke Charaktertiefe auslöst. 

“Der Mann in der Wildnis” ist ein bildgewaltiges, ruhiges Abenteuer mit Ansätzen zum Western-Gerne. Viele lange Kamerafahrten, Einstellungen nah am Geschehen der beiden Kontrahenten sind in den Plot integriert. Dazu gibt es auch ein paar Szenen mit Schießereien und Kämpfe mit Indianern mit den damaligen Waffen mithilfe von Schießpulver und Schrotkugeln.

Medien

“Der Mann in der Wildnis” ist in Deutschland nur auf DVD vom Label Warner mit einer Freigabe von FSK 12 erschienen. Lediglich in den USA ist auf Blu-ray in der “Warner Archive Collection” erschienen.

Trailer

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