RETRO-FILM

Vergessen war gestern, wir sprechen darüber!

Horror-Anthologie von FREDDIE FRANCIS – Die Todeskarten des Dr. Schreck (1965)

Die Todeskarten des Dr. Schreck (1965)

Fünf Reisende begegnen in einem Zug einem unheimlichen Fremden namens Dr. Schreck. Dieser lässt sie mit Hilfe seiner Tarot-Karten einen Blick in ihre Zukunft werfen – die für alle tödlich enden wird.


„ Die Todeskarten des Dr. Schreck “ ist ein Film aus dem Hause Amicus, es war eine britische Filmproduktionsfirma, die in den 60er und 70er Jahren als größte Konkurrenz zu den wesentlich bekannteren Hammer Studios galt. Die Machart war ähnlich, noch heute werden einige dieser Amicus Produktionen fälschlicherweise als “Hammer Filme” angesehen. Allerdings gibt es trotz des ähnlichen visuellen Stils einige Unterschiede, denn typisch für Amicus war vor allem die Schwerpunktlegung auf den Episodenfilm.
Gegründet wurde Amicus von zwei Amerikanern. Die Produzenten und Drehbuchautoren Milton Subotsky und Max J. Rosenberg waren die Väter des Studios.
Die bekanntesten Amicus Filme sind “Asylum”, “Totentanz der Vampire”, “Stadt der Toten”, “Der Foltergarten des Dr. Diabolo” und natürlich der von Freddy Francis 1964 gedrehte Kultklassiker “Die Todeskarten des Dr. Schreck”.
Die Todeskarten des Dr. Schreck (1965)
In den 70er Jahren kam es noch einmal zu einem Kinorevival für Amicus, da sie mit Trashkranaten wie “Caprona” oder “Der sechste Kontinent” auf die Saurier- und Monsterwelle aufsprangen.
Die Todeskarten des Dr. Schreck (1965)

In “Die Todeskarten des Dr. Schreck” geht es eher ruhig zu. Die Geschichte spielt in einem Zugabteil. Dort in einen Wagen haben fünf Männer Platz genommen, sie alle wollen nach London Bradley fahren. Den letzten Platz nimmt dann kurz bevor der Zug abfährt der geheimnisvolle Doktor Schreck (Peter Cushing) ein, der eine Packung von Tarot Karten bei sich hat. Er gibt an, dass er die Fähigkeit besitzt das Schicksal jedes dieser reisenden Männer aus den Karten herauslesen zu können. Nacheinander zieht jeder der Reisenden vier Karten und für jeden Mann gibt’s eine zugehörige Geschichte.

Der Film wurde zu einem anerkannten Klassiker des britischen Gruselfilms, das Set Design ist klasse, auch wenn der Film fast ausschließlich im Studio gedreht wurde. Die Geschichten selbst spielen in der Gegenwart, lediglich die erste Erzählung hat ein bissel was von der Atmosphäre eines Edgar Allen Poes. Die Schlingpflanzengeschichte ist irgendwie auch etwas albern, aber im guten Sinne. Die Voodoo-Sequenz zeigt auch die gängigen Mechanismen im Musikbusiness “Besser gut geklaut, als schlecht komponiert” und die beiden letzten Geschichten mit Christopher Lee und Donald Sutherland haben eine gute Schluss Pointe. Wenn dann am Ende Peter Cushing den Schlussakkord anstimmt, den man sich fast schon ein bissel erahnen konnte, ist der rundum gelungene Episodenfilm perfekt zu Ende gegangen.



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