Interceptor (1986) – Charlie Sheen brettert durchs Neon-Nirwana

Wenn die 80er eins konnten, dann Autos, Neon und Rachegeschichten. Und genau hier kommt „Interceptor“ (Original: The Wraith) ins Spiel. 1986 ließ man Charlie Sheen hinter das Steuer eines Hightech-Supercars, um als mysteriöser Rächer eine Bande von Autodieben und Straßengangstern zu dezimieren. Das Ergebnis: ein wilder Genre-Mix aus Sci-Fi, Fantasy, Action und Rockmusik, der wie ein MTV-Clip auf Steroiden wirkt.
Handlung – Der Rächer aus dem Jenseits
Eine Kleinstadt irgendwo im US-amerikanischen Nirgendwo. Eine brutale Gang um Anführer Packard (Nick Cassavetes) terrorisiert die Straßen, klaut Autos und zwingt Unschuldige zu tödlichen Straßenrennen.

Plötzlich taucht ein mysteriöser Fahrer mit einem futuristischen Auto auf – der „Wraith“ (Geist). Er fordert die Gangster zu Duellen heraus, jagt sie von der Straße und löscht sie nach und nach aus. Parallel dazu kommt ein neuer Typ in die Stadt: Jake (Charlie Sheen), der auffällig schnell ein Auge auf Keri (Sherilyn Fenn) wirft – die Freundin des Gangbosses. Zufall? Wohl kaum…
Natürlich entpuppt sich Jake als Wiedergeburt eines ermordeten Jugendlichen, der zurückkehrt, um Rache zu üben – und sein Auto ist das perfekte Werkzeug dafür.
80er-Stil auf 180 km/h
„Interceptor“ ist ein Film, der pures 80er-Gefühl verströmt:
- Neonlichter auf staubigen Highways.
- Röhrende Synthie-Rock-Songs von Billy Idol, Ozzy Osbourne und Mötley Crüe.
- Bösewichte mit Lederjacken, Fönfrisuren und Sonnenbrillen.
- Ein Auto, das mehr futuristische Kurven hat als der DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“.
Regisseur Mike Marvin servierte hier eine Mischung aus „Mad Max“, „Christine“ und einem MTV-Musikvideo – inklusive jeder Menge Explosionen.
Der Cast – Jung, wild & 80er
- Charlie Sheen als mysteriöser Jake – noch ganz am Anfang seiner Karriere.
- Sherilyn Fenn („Twin Peaks“) als Love-Interest Keri – die klassische 80er-Dreamgirl-Rolle.
- Nick Cassavetes als eiskalter Gangboss Packard – mit Sonnenbrille und Dauergrimm.
- Randy Quaid als Sheriff Loomis – der einzige Erwachsene, der den Wahnsinn noch halbwegs im Blick hat.
Fun Facts zum Film
- Das futuristische Auto im Film basiert auf dem Dodge M4S Turbo Interceptor Concept Car, das für den Film eigens umgebaut wurde. Heute ist es eine absolute Kult-Ikone.
- Charlie Sheen war während der Dreharbeiten nur wenige Tage am Set – die meisten Szenen mit Helm im Auto übernahm ein Stuntman.
- Der Film lief in den Kinos eher mäßig, wurde aber in der Videothek und später auf VHS zum echten Kult-Hit.
- In Deutschland wurde er unter dem Titel „Interceptor – Phantom der Straße“ bekannt.
- Die Mischung aus Sci-Fi und Rache-Action machte den Streifen zu einem frühen Vorläufer für spätere Genre-Mixe wie „The Crow“.

Fazit – MTV-Rache-Action auf Rädern
„Interceptor“ ist einer dieser Filme, die man nicht wegen Logik oder Tiefgang schaut, sondern wegen Atmosphäre. Das ist purer 80er-Kult – ein Film, der aussieht wie ein Rockvideo mit Endzeit-Flair und zugleich eine Rachegeschichte erzählt, die so simpel wie effektiv ist. Heute ein absoluter Videotheken-Klassiker und Must-See für alle Fans von Neon, V8-Motoren und VHS-Knallern.
Retro-Bewertung
🚗 Auto-Action: ★★★★☆
💀 Rache-Story: ★★★☆☆
🎸 80er-Rock-Faktor: ★★★★★
👉 Gesamt: 4 von 5 Retro-Sternen
| Story | |
| Spannung | |
| Action | |
| Nostalgie |
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