
King Kong lebt (1986) – Der König ist zurück… und diesmal bringt er die große Liebe mit
Wenn du dachtest, der 1976er „King Kong“ wäre schon episch gewesen – dann halt dich fest:
1986 beschlossen Dino De Laurentiis & Co., dass es Zeit wird für das unglaubliche, das unmögliche, das filmhistorisch fragwürdig Geniale: Kong lebt!
Ja, richtig gelesen.
Der gigantische Affe, der 1976 vom World Trade Center fiel wie ein Stein aus purer Tragik… hat überlebt.
Nur in den 80ern hat man so einen Plot ernsthaft durchgewunken – und genau dafür lieben wir diese Ära.

„King Kong lebt“ ist ein Monsterfilm, der nicht einmal so tut, als wolle er glaubwürdig sein.
Er ist laut, übertrieben, schamlos und in bestem Sinne herrlich trashig.
Worum geht’s? – Herzoperation für einen Riesenaffen
Wir steigen ein zehn Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers.
Kong liegt in einem Hightech-Labor, künstlich am Leben gehalten – aber sein Herz ist hinüber.
Die einzige Lösung?
Eine künstliche mechanische Riesenherzpumpe.
Weil warum nicht?!
Doch dafür braucht man Blut – und zwar nicht irgendeines.
Also findet man ein zweites gigantisches Monster: Lady Kong, die weibliche Mega-Gorilla-Lady mit sanftem Blick und enormen Plot-Potenzial.
Kong bekommt das neue Herz, wacht auf – und verliebt sich.

Was folgt, ist ein Mix aus:
- Monsterromanze
- Militärwahnsinn
- Landschaftszerstörung
- 80s-Melodram
- unfreiwilliger Komik
und jeder Menge herrlichem Effekt-Handwerk
Die Menschen verlieren die Kontrolle, die Monster die Freiheit – und alles endet in einem der 80er typisch tragischen, überstilisierten Enden.
Regie & Hauptdarsteller
John Guillermin – bereits Regisseur des 1976er Films.
Ob er mit dem Sequel glücklich war? Nun… das Ergebnis spricht seine eigene Sprache.
- Brian Kerwin – Dr. Mitchell
- Linda Hamilton – Dr. Amy Franklin
- Peter Elliott – King Kong (im Suit)
- George Yiasoumi – Lady Kong
- John Ashton – Colonel Nevitt
(Linda Hamilton befindet sich hier übrigens in ihrem Post-Terminator, Pre-T2-Zwischenuniversum.)
Warum der Film heute Kult ist
„King Kong lebt“ ist einer dieser Filme, die bei Erscheinen zerrissen wurden – aber Jahrzehnte später wie ein feiner Wein im Retro-Keller der Filmkultur stehen.

Warum?
Der Film nimmt sich selbst absolut ernst… obwohl er komplett wahnsinnig ist.
Die Effekte sind eine Mischung aus beeindruckend und unfreiwillig komisch.
Die Monster haben mehr Liebesszenen als manche Hollywoodpaare.
Es ist pure 80s-Fantasy mit Monsteranzügen, Miniaturen und echten Explosionen.
Der ganze Film schreit: „Videothek! Leih mich aus! Ich verspreche dir fragwürdigen Spaß!“
Er ist also genau das, was wir Retro-Fans lieben: größer als der Verstand, kleiner als das Budget, aber mit Herz – viel Herz.
Fun Facts
- Der künstliche Riesenherzschrittmacher wurde tatsächlich als „größtes Filmprop aller Zeiten“ beworben.
- Linda Hamilton hat öffentlich zugegeben, dass der Dreh „nicht gerade ihr Lieblingsprojekt“ war.
- Peter Elliott, der Kong im Suit spielte, gilt als einer der besten „Gorilla-Darsteller“ Hollywoods.
- Der Film floppt an den Kinokassen – aber auf VHS lief er wie geschnitten Brot.
- Die Dreharbeiten waren extrem temperaturabhängig, da die Suit-Darsteller fast überhitzten.
- Ein dritter Kong-Film war geplant, wurde aber nie umgesetzt – vermutlich zur Sicherheit der Schauspieler… und der Zuschauer.
Fazit – Ein absurdes, herrliches und liebenswertes Stück 80s-Trash
„King Kong lebt“ ist nicht der Film, den die Welt verlangt hat.

Aber es ist definitiv der Film, den die 80er verdient haben.
Bombastisch, wild, emotional überzogen und gleichzeitig so charmant, dass man nicht anders kann, als ihn zu mögen.
Guillermin fährt alles auf, was Monsterkino damals ausmachte:
Gummianzüge, Explosionen, schmachtende Affenaugen und ein Pathos, der fast schon poetisch ist.
Wenn du eine gute Zeit im VHS-Stil willst und dein Herz für überambitionierte Monsterfilme schlägt – dann ist dieser Film absolute Pflicht.
Retro-Bewertung
⭐⭐⭐⭐⭐☆☆☆☆☆
5 von 10 mechanischen Riesenherzen – trashig, charmant und unverwechselbar 80s.
| Story | |
| Spannung | |
| Action | |
| Nostalgie |
| Story | |
| Spannung | |
| Action | |
| Nostalgie | |
|
|
![]()