One Weekend Major Smith – Agenten sterben einsam (1968)

Agenten sterben einsam (1968)

Deutschland 1944: Über Bayern wird ein Flugzeug der Alliierten abgeschossen. Ein amerikanischer General wird gefangen genommen und in ein schwer befestigtes Schloss in den Bergen verschleppt. Bevor er etwas über die bevorstehende Invasion der Amerikaner (D-Day) ausplaudern kann, soll ihn eine Spezialeinheit unter der Leitung des britischen Majors Smith befreien. Doch schon bald werden Mitglieder des Teams unter merkwürdigen Umständen getötet und auch die Deutschen scheinen über jeden Schritt der Einheit bestens informiert. Lieutenant Schaeffer der einzige Amerikaner unter den Briten, beginnt am tatsächlichen Ziel der Mission zu zweifeln.


AGENTEN STERBEN EINSAM aus dem Jahr 1968 ist ein gelungener Mix aus Spionage- und Kriegsfilm – manche bezeichnen den Film als eine Art James Bond Verfilmung im Zweiten Weltkrieg. Trotz seiner langen Laufzeit von satten 150 Minuten kommt kaum Langeweile auf und der Adrenalinspiegel wird auf eine hohe Ebene gepusht. Viele Szenenfolgen sind ausgiebig ausstaffiert worden und haben kaum bis gar nichts mit der Story des Films zu tun. Sie dienen als reines Füllmaterial und dienen dazu den Film noch abwechslungsreicher und intensiver wirken zu lassen.

Regie führte Brian G. Hutton, der uns auch schon den Klassiker “Stoßtrupp Gold” näher brachte. AGENTEN STERBEN EINSAM war ein voller Kino-Erfolg und zog die Zuschauer wie ein Magnet in die Säle.

Agenten sterben einsam (1968)

Dies liegt vor allem an der hochkarätigen Besetzung von Richard Burton und Clint Eastwood, der zur Zeit des Films noch am Anfang seiner Karriere stand. In einer weiteren Rolle ist Ingrid Pitt zu sehen. Als kellnernde Doppel-Agentin besticht sie durch ihre Attraktivität und ihrer Schauspielkunst.

Durch eine spannende Story und zahlreichen Wendungen gekrönt mit spektakulärer Action wird dem Zuschauer kaum Luft zum verschnaufen gegeben.

Nach dem erscheinen von AGENTEN STERBEN EINSAM schrieb Alistair MacLean einen Roman zum Film. Viele behaupten das der Film auf den Roman beruhe, dem ist leider nicht so. MacLean hatte zuerst den Auftrag bekommen das Drehbuch für den Film zu verfassen, doch durch unbekannte Umstände kam es nicht dazu. Film und Roman gleichen sich fast identisch, einzige Ausnahme im Roman ist das nur die Bösen absichtlich umgebracht werden.

Wie man es von zahlreichen US-amerikanischen Kriegsfilmen kennt, werden die Deutschen Truppen als Nichtskönner, Taugenichts zu allem unfähig dahin gestellt. Die amerikanischen Filmemacher ließen somit ihren Patriotismus und ihre Überlegenheit gegenüber anderen Machtstaaten an den Deutschen Soldaten aus.

Agenten sterben einsam (1968)

Ein paar kleine Schwächen konnte ich jedoch im Film AGENTEN STERBEN EINSAM erkennen. Allen voran das ein gezeigter Hubschrauber lediglich ein US-Hubschrauber war der nur für den Film umlackiert wurde. Hinzu kommt noch das zur Zeit des Zweiten Weltkriegs die Hubschrauber-Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckte. Anderer Punkt ist das manche Action-Szenen maßlos übertrieben wurden. Die Glaubwürdigkeit mancher Einstellungen, Szenen sind somit etwas schwer nachzuvollziehen.

Im Großen und Ganzen macht AGENTEN STERBEN EINSAM viel Spaß und bietet feinste Popcorn-Kino Unterhaltung aus den End-Sechziger. Der Film versprüht ein nostalgisches Flair und zeigt eindrucksvoll das man auch mit weniger Budget als heutzutage den Filmemachern zur Verfügung steht gute und spannende Unterhaltung drehen kann.

AGENTEN STERBEN EINSAM ist auf VHS, DVD und Blu-ray im Handel erhältlich und besitzt eine FSK 16 Freigabe.