Schauen sie nach dem Baby! – Baby Blood (1990)

Baby Blood (1990)

Eine böse Macht nistet sich in Gestalt einer Echse in Yankas Unterleib ein. Yanka ist vorherbestimmt, diese geheimnisvolle Lebensform auszutragen. Die nächsten Monate streift das Mädchen ziellos umher. Die Kreatur befiehlt Yanka, sie mit Blut zu versorgen. Immer grausamer werden Yankas Morde – zumeist an Männern, die sich sexuelle Abenteuer von dem verstörten Mädchen versprechen. Schließlich bringt Yanka ihr Baby zur Welt. Sofort entledigt sich die Kreatur der menschlichen Hülle und fällt einen Busfahrer an. Als Yanka ihrem „Sproß“ in die Augen blickt, ist der Ekel größer als die Muttergefühle. Sie lenkt den Bus in voller Fahrt gegen einen Baum.


“Baby Blood” ist pure Exploitation im surrealistischen Gewand, geprägt von Gestations-Horror, dem zentralen Thema.
Das männliche Geschlecht wird hier meist als geifernde, unbeholfen-primitive und mit dem distalen Hirn denkende Lebensform dargestellt, während Protagonistin Yanka das Sinnbild des Monströs-Weiblichen einiger Genre-Beiträge vorweg nimmt. Sie führt stellenweise absurde Dialoge mit ihrer prähistorischen Leibesfrucht, ohne dass der Film in Slapstick-Humor abdriftet und wird zur mordenden Femme fatale wider Willen.

Baby Blood (1990)
Ungewöhnliche Kameraperspektiven und -experimente lassen den geneigten Zuschauer BABY BLOOD aus verschiedenen Winkeln das manchmal frivole Treiben und auch die schon nah am Splatter anzusiedelnden Blutfontänen verfolgen bzw. genießen.