Damn the Exorcist! The Devil won’t let go! – Die Todeskralle des grausamen Wolfes (1973)

Die Todeskralle des grausamen Wolfes (1973)

Im Mittelalter stehen sich zwei erbitterte Kontrahenten auf dem Schlachtfeld gegenüber: Barna Báthory und Irineus Daninsky. Um Báthory für den Pakt mit dem Teufel zu bestrafen, trennt ihm Daninsky mit seinem Schwert den Kopf ab und sendet seine Truppen danach auch zum Schloss der Báthorys, damit die gesamte Familie endgültig vernichtet wird. Als er Elizabeth Báthory dem Scheiterhaufen zuführt, verflucht sie kurz vor ihrem Tod das Adelsgeschlecht der Daninskys. Viele Jahrzehnte später herrscht Horror und Panik in einem kleinen Dorf in den Karpaten. Ein geheimnisvolles Monster streift durch die Wälder und zerfleischt die Dorfbewohner auf grausame Weise. Es schlägt nur in Vollmondnächten zu und hinterlässt eine blutige Spur des unfassbaren Entsetzens. Als die bestialisch zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird, beschließen die Dorfbewohner das Monster zu töten. Ihr Ziel ist Waldemar Daninsky, ein Baron und Nachfahre von Irineus Daninsky, den sie für die Gräueltaten in den Wäldern verantwortlich machen. Elizabeth Báthorys Fluch bewahrheitet sich und als Waldemar Daninsky herausfindet, welch schreckliches Geheimnis er in sich trägt, ist es schon zu spät. Die Jäger sind ihm auf der Spur und in der Walpurgisnacht kommt es zur unausweichlichen Konfrontation. An Waldemars Seite steht nur noch Kinga. Ihre bedingungslose Liebe ist das einzige Heilmittel, das Waldemar von seinem Fluch befreien kann.


Die Todeskralle des grausamen Wolfes aka El Retorno De Walpurgis von 1973 ist bereits der siebte Film, in dem die spanische Horror / Exploitation-Legende Paul Naschy (Jacinto Molina Álvarez) den Werwolf Waldemar Daninski spielt. Diese Waldemar Daninsky Filme (viele von ihnen tragen ein „Hombre Lobo“ im Titel) haben nicht alle direkt miteinander zu tun (einige spielen in der Vergangenheit, einige in der Gegenwart), drehen sich aber alle um den bereits genannten Waldemar Daninski, einen normalerweise gutherzigen Mann, der durch einen Fluch in einen Werwolf verwandelt wird. Anders als der Titel es vielleicht glauben macht ist El Retorno De Walpurgis keine direkte Fortsetzung des 1971 erschienenen La Noche de Walpurgis (Nacht der Vampire aka The Werewolf vs. the Vampire Women), dem berühmtesten der Waldemar Daninski Filme.

Die Todeskralle des grausamen Wolfes (1973)

Aufgrund des kassensprengenden Erfolges von William Friedkins Der Exorzist wurde Die Todeskralle… in den USA und Großbritannien zunächst als Curse Of The Devil sowie in Deutschland unter Die Nacht der teuflischen Orgien vermarktet. Offensichtlich wollte der Weltvertieb im Kielwasser des amerikanischen Blockbusters mitschwimmen. Allerdings schien diese Rechnung nicht aufzugehen, denn schon bald wurden die Titel in Return of the Werewolf bzw. Die Todeskralle des grausamen Wolfes umbenannt und somit auch endlich als Werewolf-Film beworben. Während La Noche … in der Gegenwart (1971) spielt, verschläg es Waldi diesesmal in die Vergangenheit, vermutlich ins späte 19. Jahrhundert. Auch ist nicht ganz klar, ob der Waldemar Daninski aus Die Todeskralle des grausamen Wolfes die gleiche Person ist, oder ein Vorfahre (!?) – die gleichen Charakterzüge hat er jedenfalls.

Die Todeskralle des grausamen Wolfes (1973)