Kritik: Die Wespenfrau (1959)

Kritik: Die Wespenfrau (1959)

Kritik: Die Wespenfrau (1959)

Janice Starlin ist seit 16 Jahren die Chefin einer Kosmetikfirma, doch auch sie ist älter geworden, was ihr gar nicht gefällt. Der Wissenschaftler Dr. Zinthorp hat ein Serum aus dem Gelee Royal der Wespenköniginnen entwickelt, welches nicht nur den Alterungsprozess aufhält, sondern ihn auch umkehren kann. Dieser Extrakt wurde bisher nur an Tieren getestet, doch Janice injiziert sich das Serum. Das Mittel wirkt wie ein Wunder, sie sieht wieder aus wie 20, doch das Wundermittel hat auch Nebenwirkungen. Sie verwandelt sich zeitweise in eine riesige, tödliche Wespenkönigin und das grauenhafte Schicksal nimmt seinen Lauf…


Heute befasse ich mich mit diesem B -Movie, der besonderen Art.
Der Film aus dem Jahre 1959 , ein Rip – Off von Die Fliege, ebenfalls von Roger Corman inszenierte.

Janice Starlin ( Susan Cabot ) ist die Frontfrau ihrer Kosmetikfirma, doch auch sie ist älter geworden, was ihr gar nicht gefällt. Da kommt es gerade recht, dass der Wissenschaftler Dr. Zinthrop ein Serum aus Wespenkönigin-nen entwickelt hat, welches nicht nur den Alterungsprozess aufhält, sondern ihn umkehrt…….

Mit welche Erwartung schau ich mir so einen Film an? Jeder der Corman kennt, weiß das der Herr mit wenig Geld und Zeit ( 50.000 Dollar, 1 Woche Drehzeit) keine Blockbuster, dafür öfter richtig kleine Perlen hervorgebracht hat.
Der Film ist auf Englisch und hat deutsche Untertitel.

Ist das wieder eine Perle?

Der Film lebt vom Spiel der Susan Cabott.
Mit dem Verlust ihrer Jugend und Schönheit kommt die Frau nicht klar, und geht das Risiko ein, das noch nicht an Menschen gesteste Serum selbst zu versuchen. Die Erfolge sind verblüffend, ihr Ego wieder auf hohem Niveau und nicht mal Leichen können Sie stoppen..

Der Film überzeugt weniger durch die Effekte oder echtem Horror. Sogar Masken oder Verwandlung waren zu diesem Zeitpunkt schon bessere auf dem Markt. Die Morde reißen heute auch keinem wirklich vom Hocker, und doch weiß der Film gut zu Unterhalten.
Gerade die ruhige und sehr Dialog-lastige Erzählstruktur, die dem Film eine klare Linie geben, entschleudigen mich als Zuschauer dem hektischen Alltag und verschaffen dem Gehirn einem wohltuendem Urlaub des gewohnten Effekte Kino der heutigen Zeit.
Er hat die wichtigsten Zutaten diese Zeit, einen Mad Science der das Serum entwickelt, und eine skrupellose Frau die bereit ist, für ihre Jugend und Schönheit,zu töten und zu vertuschen.
Irgendwie, erinnert mich das Konzept mit dem Serum und der Schönheit , ein wenig an Catwoman und an Sharon Stone.
Ob die Idee dafür Pate stand kann ich nicht beurteilen, aber Parallelen sind sehr wohl erkennbar. Nur das hier keine Superheldin am Start ist.

The Bee Girl ist ein Kind seiner Zeit. Er spielt mit Klischees ( neugieriges Personal bzw Sekretärin). Geschäftsfrauen sind skrupellos und böse. Der Mann muss es wieder richten.
Es gibt genug kleine sexistische Situationen, die aus heutiger Sicht auch heute noch Gang und Gebe sind.
Nur die Sprache war damals eine andere.

All das zu beobachten, macht mir richtig Laune. Und trotz einiger Längen, ist er sehr wohl spannend und gut inszeniert.
Wenn man das Budget und die Drehzeit bedenkt, hat Corman hier wieder eine beachtliche Leistung gebracht. Er konzentriert sich auf das wesentliche. Über die Maske musste ich zwar etwas schmunzeln, was aber den Filmgenuss keinesfalls schmälerte.
Schade das Susan Cabot ihre Karriere an den Nagel hängte.
Sie hätte das Zeug zu einer starken Powerfrau in Hollywod gehabt.
Mich erinnerte Sie irgendwie, vom schauspielerischen an Barbara Stanwyk.

Wer auf kleine B – Movies dieser Zeit steht, wird auch mit diesem hier nichts falsch machen. Er eignet sich perfekt für einen gemütlichen Verregneten Sonntagnachmittag. Hirn aus und relax.
Gleichzeitig frischt man damit seine Englischkenntnisse etwas auf.

Im direkten Vergleich zu cheap movies dieser Zeit, vergebe ich ihm 6/10 Punkte


 

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