Ein mysteriöses Raumschiff entführt eine russische und eine amerikanische Raumkapsel und bringt die Welt an den Rand eines Weltkrieges. James Bond ermittelt in Japan, trifft auf seinen Erzfeind Blofeld und die raffinierte Helga Brandt.
Puh… das war also MAN LEBT NUR ZWEIMAL. Ich bin noch ratloser als zuvor. Der Film startet mit einem lieben Kniff: Bond wird erschossen. 007 ist tot. Unfassbar! Und natürlich nicht wahr. James Bond hat seinen Tod vorgetäuscht. Wieso er das eigentlich macht, wird in den folgenden zwei Stunden leider nie so wirklich Thema sein. Das ist aber nur eines von vielen Dingen, die mich kopfschüttelnd zurückließen. Ich glaube, YOLT (You only live twice) ist für mich persönlich der bisherige Tiefpunkt der Reihe und das hat mehrere Gründe.
Einerseits hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass Connery einfach keinen Bock auf den Film hatte. Ich habe jetzt nachgelesen, dass er wohl tatsächlich noch während der Dreharbeiten mehrfach verkündet hatte, dass er keinen Bond-Film mehr drehen möchte. Und dann geht es halt weiter: Raumkapseln schluckende Raketen, ein wirklich richtig schlecht animierter Vulkanausbruch auf Knopfdruck, lecker Piranhabecken, Mund-Nasen-Schutz als perfekte Verkleidung, Bond mit Japanermatte (wieso bloß!?), usw., usf.
Ich erwähne kurz die Pros: die Musik ist quer durch den Film wunderschön, Akiko Wakabayashi war wirklich entzückend, Blofeld erhält endlich ein Gesicht und dann auch noch das von Donald Pleasance und die supercoole Spectre-Höhle. Ich bin auch weiterhin ratlos. MAN LEBT NUR ZWEIMAL hat mich nicht so gelangweilt, wie sein Vorgänger, aber FEUERBALL hat wenigstens seine Erpresser-Story samt Atomraketen souverän durchgezogen. Fragt man mich morgen, worum es in “Zweimal” ging… ich könnt’s wohl nicht mehr zusammenfassen. Na gut, ich freu mich jetzt auf “IM GEHEIMDIENST IHRER MAJESTÄT”. Den kenne ich und mag ihn sehr gerne. Lazenby wird jetzt eine angenehme Abwechslung nach fünfmal Haudrauf-Connery. Meinung folgt.