Kritik: Unheimlich (1982)

Kritik: Unheimlich (1982)

Kritik: Unheimlich (1982)
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Die kleine Julie (Shawn von Schreiber) musste vor zwei Jahren mi tansehen, wie ihre Mutter, die Gattin des Zeitungsverlegers Steve Peterson (James Naughton), von einem Eindringling vergewaltigt und umgebracht wurde. Der damals festgenommene Ronald Thompson (James Russo) beteuerte seine Unschuld, erwartet nun aber die Exekution – die erste seit mehreren Jahrzehnten in New York vollstreckte. Während eine heiße mediale Diskussion um die Todesstrafe tobt, in die auch die Journalistin Sharon Martin (Kate Mulgrew) involviert ist, pikanterweise die Geliebte von Peterson, taucht der Mörder von einst wieder auf. Artie Taggart (Rip Torn) verschafft sich erneut Zugang zum Haus der Petersons und verschleppt Julie und Sharon in einen Kellerraum irgendwo im New Yorker U-Bahnnetz …


Wer den Namen Sean S. Cunningham liest wird sofort an die weltberühmte Slasher-Reihe FREITAG DER 13. TE denken. Doch hat der liebe Sean noch mehr Filme gedreht, und vor allem auch produziert. Man denke da auch nur an das Unterwasser – Epos DEEP STAR SIX aus dem Jahre 1989. Er wirkte auch aktiv als ausführender Produzent in der gefragten HOUSE Filmreihe mit (1985-1992). Im Jahr 1982 also zwei Jahre nach dem Debut von Jason inszenierte Cunningham UNHEIMLICH, eine Mixtur aus Drama, Thriller, Horror – wobei das Horror-Genre nur bedingt verwendet wurde.

Auch wenn wie nicht gewohnt der Killer im verborgenen bleibt, so kann Cunningham alles gut ausstaffieren und den Zuschauer einen Killer näher bringen, dessen Motive, Beweggründe, Schicksalsschläge komplett im verborgenen bleiben. Sexuelle Anspielungen sind gewollt aber werden nur beiläufig in Szene gesetzt.

Schon zu Beginn des Films UNHEIMLICH bekommt der Zuschauer eine Gräueltat zu Gesicht, eine Mutter wird vor ihrer kleinen Tochter brutal vergewaltigt und danach ermordet. Das Kind erleidet ein Trauma, jedoch kann nach kurzer Zeit ein Verdächtiger gefasst werden. Der Verdächtige soll hingerichtet werden, nach dem Prinzip “Gleiches mit gleichen vergelten”. Der Vater und Ehemann der Toten glaubt fest daran, das die Polizei den richtigen gefasst hat. Doch schon nach kurzer Zeit beginnen wieder solche Taten bei Frauen, wer steckt dahinter und wer sitzt vielleicht unschuldig hinter Gittern?

Zwar bekommt der Zuschauer den Killer schnell präsentiert, doch mehr als sein Aussehen und sein Stil der Kleidung, die aus einem schwarzen Kunstleder-Mantel besteht, dunkle Hose und eine schwarze Ledermütze. Ist das ein Hinweis auf sein Fetisch? Braucht er Gewalt um erregt zu werden? Fragen die dem Zuschauer unbeantwortet bleiben.

Dennoch baut sich eine düstere, beklemmende Atmosphäre auf, nachdem der Killer das junge Mädchen von damals und ihre Nanny in seine Gewalt bringt und seine perfiden Gedanken in die Tat umsetzen möchte. Doch Cunningham legt den Schwerpunkt des Kampfes Gut gegen Böse in die Hände des Mädchens und ihrer Nanny. Die Polizei und deren Ermittlungsverfahren, sowie der Vater des Mädchens bleiben vollkommen außer Acht. Dies erzeugt Spannung beim Zuschauer. Man fiebert den Kampf des kleinen Mädchens gegen in ihren Augen ein Goliath aufregend mit. Kann sie den ungleichen Kampf gewinnen?

UNHEIMLICH ist leider wieder in Deutschland ein ONLY VHS Kandidat und eine kleine Seltenheit. Es gibt nur eine Auflage vom Label MGM, in den USA ist von WARNER eine DVD Version erschienen.


 

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