
Die späten 80er waren die Hochzeit des Videotheken-Horrors – je reißerischer das Cover, desto schneller griff man zu. Genau in diese Kategorie fällt „Mad Cop“ (1989, Original: Psycho Cop), ein kleiner, dreckiger Slasher mit einer simplen, aber effektiven Idee: ein dämonischer Cop, der die Straße nicht schützt, sondern in eine blutige Spielwiese verwandelt.
Handlung – Polizist auf Todesstreife
Sechs College-Studenten machen einen Wochenendtrip in eine abgelegene Hütte. Alkohol, Flirts und Partylaune – alles läuft nach dem typischen Slasher-Schema. Doch der Spaß endet abrupt, als Officer Joe Vickers auftaucht. Was wie eine normale Polizeikontrolle beginnt, entwickelt sich schnell zum Alptraum: Vickers ist ein wahnsinniger Cop mit satanischen Neigungen, der systematisch Jagd auf die Jugendlichen macht.
Sein Motto: „You have the right to remain silent… forever.“
Und er meint es ernst.
Die Hauptdarsteller – Zwischen Opferrolle und Kultstatus
- Robert R. Shafer als Officer Joe Vickers: Das absolute Herzstück des Films. Mit fiesem Grinsen, kaltem Blick und trockenem Humor spielt er den dämonischen Cop so überdreht, dass er sofort Kultstatus erreicht. Später wurde Shafer Serienfans durch „Bob Vance, Vance Refrigeration“ in The Office bekannt – ein kurioser Karriereweg.
- Jeff Qualle als Greg: Der „Held“ der Clique, der versucht, die Gruppe am Leben zu halten.
- Palmer Lee Todd als Sarah: Klassische Final-Girl-Figur, die dem Wahnsinn als Letzte entkommt.
- Barri Murphy als Cindy: Sorgt für die obligatorische Dosis Sex & Nudity, bevor die Machete zuschlägt.
- Jill Pierce als Barbara: Ebenfalls Teil der Opfertruppe – viel Screentime, wenig Überlebenschancen.
Kritik – Billig, blutig, böse
„Mad Cop“ ist alles andere als subtil: Der Film lebt von seinem Titel, seinem Poster und der One-Man-Show von Robert R. Shafer. Die Story? Dünn. Die Figuren? Klischees. Die Gewalt? Grob, aber im Rahmen der damaligen Slasher-Standards durchaus saftig – Stichwunden, Erschießungen und makabere Oneliner inklusive.

Das Setting in der Hütte erinnert stark an Freitag der 13., nur dass Jason diesmal Uniform trägt. Mit knapp 90 Minuten ist das Ganze kurzweilig und perfekt für einen VHS-Abend mit Bier und Pizza.
Fun Facts zum Film
- Der Film bekam 1993 ein noch trashigeres Sequel: Psycho Cop Returns, diesmal mit noch mehr Humor und Splatter.
- Robert R. Shafer hat für viele Horrorfans durch seine Rolle als Officer Vickers absoluten Kultstatus – eine Mischung aus Freddy Krueger (wegen der Sprüche) und Maniac Cop.
- „Mad Cop“ wurde in Deutschland mit knalligen Covern in den Videotheken vermarktet, oft härter versprochen, als der Film tatsächlich war.
- In einigen Ländern wurde der Film stark gekürzt veröffentlicht, weil „böse Cops“ damals als besonders heikle Thematik galten.
- Kultzitat von Vickers: „Evenin’, boys and girls…“ – kurz bevor er zur Tat schreitet.
Fazit – Trash, wie er sein muss
„Mad Cop“ ist sicher kein Horror-Meilenstein, aber ein lupenreiner VHS-Trashfilm, der genau das liefert, was das Cover verspricht: einen verrückten Cop, eine Gruppe Opfer und jede Menge blutige Kills. Robert R. Shafer ist der Grund, warum der Film bis heute nicht vergessen wurde – er spielt Vickers mit so viel diabolischem Spaß, dass man sich wünscht, es gäbe mehr Auftritte dieses durchgeknallten Gesetzeshüters.
Für Fans von Maniac Cop, Freitag der 13. oder Nightmare on Elm Street ist „Mad Cop“ eine trashige, aber unterhaltsame Ergänzung.
Retro-Bewertung
👮 Killer-Cop-Faktor: ★★★★★
🔪 Splatter & Slasher: ★★★☆☆
📼 VHS-Kult: ★★★★★
👉 Gesamt: 4 von 5 Retro-Sternen
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