Niemals aufhören zu kämpfen – Hölle auf Guam (1962)

Niemals aufhören zu kämpfen - Hölle auf Guam (1962)

Handlung

Die amerikanische Flotte in Pearl Harbor wird 1941 von den Japanern vernichtet. Stützpunkte der US-Army auf den umliegenden Inseln werden von den Gegnern überrollt und niedergemacht. Fünf Marines gelingt es in den Dschungel zu flüchten. Einer nach dem anderen erleiden sie einen grauenvollen Tod. Gelingt es George Tweed zu überleben, kann er die Amerikaner vor dem Gegenangriff warnen?

Kritik

Bis vor kurzem war mir das Kriegs-Drama “Die Hölle von Guam” nicht geläufig. Erst durch die Neuankündigung auf DVD wurde ich auf den Film aufmerksam. Somit kam er in den Warenkorb und wurde bestellt. Hintergrund der Geschichte des Films sei es das er auf wahren Begebenheiten beruhe. Nun gut, dies hat nicht sonderlich viel zu sagen, denn oft wurden solche Aussagen dazu verwendet die Marketing-Strategie deutlich zu verbessern.

“Die Hölle von Guam” wurde zur gleichen Zeit wie “Patrouillenboot 109” gedreht – 1963. Beide Filme sind deutlich vergleichbar, Thema, Stil und Gewalt sind nahezu in gleicher Portionierung in das Skript integriert worden.

Niemals aufhören zu kämpfen - Hölle auf Guam (1962)

Recht schnell wird der Zuschauer förmlich in die Story geworfen. Zu Beginn lernt man kurz ein paar Charaktere kennen, die im späteren Verlauf zum Teil eine tragende Rolle spielen. Dann der Angriff der Japaner auf Pearl Harbor und die dramatische Flucht vor dem Feind beginnt. Durch den zähen Dschungel der allein schon genug Gefahren beherbergt und aufeinandertreffen mit den Inselbewohnern wo man nur schlecht erkennen kann – wer ist Freund – wer ist Feind.

“Die Hölle von Guam” basiert auf dem Buch “Robinson Crusoe, USN” aus dem Jahr 1945, geschrieben von George Ray Tweed. Er war zu der Zeit als Funker in der Marine und war derjenige dem es gelang vor den Japanern zu fliehen um seine Kameraden zu helfen. Tweed wurde mehrfach ausgezeichnet und verstarb 1989. 

Die Filmproduzenten, Skriptschreiber hielten sich sehr deutlich an die Erlebnisse von Tweed. Lediglich ein paar Szenen und Daten wurden filmisch verändert um noch mehr Dramatik zu implementieren. Der Angriff auf Guam war drei Tage nach Pearl Harbor und nicht zeitgleich. Jedoch beruhten sich die Beteiligten darauf das sie die Gräueltaten der Japaner gegenüber ihres Feindes gekonnt und nicht verharmlost darzustellen.

Niemals aufhören zu kämpfen - Hölle auf Guam (1962)

Für die Rolle von George Tweed wurde Jeffrey Hunter gecastet. Ein wundervoller, charismatischer Darsteller, der für seine besonderen Rollen in Filmen bekannt war. Zu seinen bekanntesten und erfolgreichsten Filmen zählen Titel wie “Der Längste Tag” (1962), “Der Schwarze Falke” (1956) und “Die Feuerspringer von Montana” (1952). In einer weiteren Rolle ist Marshall Thompson zu sehen, ihn kennen viele vor allem als Dr. Marsh Tracy aus der TV-Serie “Daktari”.

“Die Hölle von Guam” ist dramatisch, fesselnd und packend inszeniert worden. In einem flüssigen Tempo bekommt der Zuschauer ein Kriegs-Drama serviert was die Zeit wie im Fluge vergehen lässt. Mit zwar einfachen aber durchaus effektiven Sets, Tricks und der Gewaltdarstellung wird dem Zuschauer eine bunte Mischung und Abwechslung geboten. Das die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht ist bestätigt und verhilft der Story zu noch mehr Dramatik und Charme. 

Medien

DIE HÖLLE VON GUAM ist in Deutschland auf VHS und DVD erschienen. Auf DVD auch in einer Kriegsfilm-Collections Box mit einer Freigabe von FSK 16. Jedoch sind alle Fassungen egal ob VHS oder DVD um satte 10 Minuten gekürzt erschienen.

Trailer

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