revolte-in-der-unterwelt-1973-thriller-kritik

Revolte in der Unterwelt (1973)

revolte-in-der-unterwelt-1973-thriller-kritik

Handlung

Der kleine Gangster Earl Macklin erfährt nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, dass sein älterer Bruder Eddie von Killern eines Syndikats erschossen wurde. Die beiden waren bei einem Raubüberfall an eine Bank geraten, die dem Syndikat gehört. Als man vergeblich versucht, auch ihn zu töten, macht Macklin sich mit einem Kumpan daran, mit den großen Bossen abzurechnen…..

Kritik

“Revolte in der Unterwelt” ist ein Kind der rohen, harten 70er. Basierend auf dem Roman “The Outfit” von Donald Edwin Westlake. Er schrieb insgesamt vier Romane mit dem Charakter Parker. Unter dem Pseudonym Richard Stark wurden die Romane vertrieben. Der erste Roman hieß “The Hunter” (1962) und wurde 1967 unter dem Titel “Point Blank – Keiner darf überleben” verfilmt.

revolte-in-der-unterwelt-1973-thriller-vhs-kritik

“Revolte in der Unterwelt” war der vierte und abschließende Teil der Roman-Reihe.  Für die Umsetzung des Romans zum Drehbuch war John Flynn verantwortlich. “Der Mann mit der Stahlkralle” (1977), “Lock Up – Überleben ist alles” (1989) und “Deadly Revenge – Das Brooklyn Massaker” (1991) zählen zu seinen beliebtesten und bekanntesten Werken. Doch schon in “Revolte in der Unterwelt” merkt man John Flynn sein Talent an. Das Gespür für Charaktere, Inszenierung und Darbietung. Statt nur viele Nebencharaktere als einfache Beigabe zu integrieren, wurden sie hier in den Plot / Nebenplot eingefügt. Der Film zählt definitiv zu den härteren der 70er Jahre. Jedoch verzichtet Flynn auf fiese, grinsende Gauner, keine Modelle als Beilage der Gauner, keine wilde Action oder allgemein der Hang zur Übertreibung. Dies zeichnet und hebt den Film aus anderen Vertretern deutlich hervor. Die Inszenierung der Story kommt recht plausibel und vor allen nachvollziehbar daher. Der Kampf zweier kleiner Fische die sich gegen die großen Haie der Unterwelt stellen. Sie wurden betrogen, benutzt, missbraucht – doch nun folgt die Rache bzw. die Abrechnung.

revolte-in-der-unterwelt-1973-thriller-vhs-kritik

Schauspieler Robert Duvall haucht seinem Charakter die gehörige Portion Leben, Gefühle wie Leid, Hass, Misstrauen förmlich ein. Als sein Kompagnon tritt Joe Don Baker in Erscheinung. Ebenfalls ein gut ausgewählter Schauspieler für diesen Part. Beide harmonieren zusammen und verleiten den Zuschauer zu Mitgefühl und beim Schmieden der Pläne der Unterwelt den Kampf anzusagen.  Es wurde gut darauf geachtet das die Nebencharaktere ihren Teil zur Geschichte beisteuern. Viele von ihnen haben laut Angaben in der Vergangenheit schon mit dem Duo zu tun gehabt. Sei es Hilfe bei einem Raub, Beschaffung eines Fluchtautos oder auch nur die Geliebte des Gauners Macklin. Auch ein interessanter und sehr ansprechender Zwischenplot mit einem Dreier-Pärchen was sich mit Autos befasst um sie illegal und ohne Fragen weiter zu verscherbeln, sorgt für Abwechslung und bietet dem Zuschauer weitere Informationshappen an.

revolte-in-der-unterwelt-1973-thriller-vhs-kritik

Auch wenn vieles nur plump aneinander gereiht wirkt, so sind die gezeigten Szenen sehr ausdrucksstark. Interessant ist vor allem das hier mit seichten, blassen Farben gearbeitet wurde. Somit wurde die Kühnheit der Gangster und Ganoven noch verstärkt. “Revolte in der Unterwelt” ist kein Film der sich ins Gedächtnis einbrennt, doch prägt und zeigt er eindrucksvoll das rauhe Leben der 70er auf der Seite der Bösen. Verglichen mit Klassikern wie “Dirty Harry” oder “The Gateway” liegt er unter den Qualitäten. Trotzdem ist es Schade das es dieser Streifen noch nicht auf DVD / Blu-ray geschafft hat. Vor allem weil die VHS damals komplett ungekürzt erschienen ist.

Medien

“Revolte in der Unterwelt” ist nur auf VHS vom Label MGM mit einer FSK 18 Freigabe ungekürzt erschienen.

Trailer

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.