Wer denkt, er bekommt hier einen klassischen Roboter-Actionfilm, liegt nur halb richtig – denn RoboForce – Die Zukunft hat begonnen ist ein völlig durchgedrehter Mix aus Sci-Fi, Action, Comedy und typisch anarchischem Hongkong-Kino der 80er.
Die Welt wird von einer Terrororganisation bedroht, die mit hochentwickelten Kampfrobotern Chaos verbreitet. Ihr gefährlichstes „Werkzeug“ ist Maria – eine nahezu unaufhaltsame Killer-Maschine im menschlichen Körper. Doch nach einem Zwischenfall gerät genau diese Maschine außer Kontrolle und landet bei einer Gruppe Außenseiter, die eigentlich ganz andere Probleme haben.
Was folgt, ist ein wilder Ritt durch Explosionen, Slapstick, High-Tech-Spielereien und typisch überdrehten Humor. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen, während gleichzeitig ein Kampf gegen die Terrororganisation entbrennt.

Der Film springt dabei mühelos zwischen Tonlagen: mal ernsthafte Sci-Fi-Action, dann wieder alberne Comedy – und genau dieses Chaos macht seinen Reiz aus.
Regie, Stil & Hongkong-Wahnsinn
Inszeniert wurde der Film von David Chung, doch der eigentliche kreative Einfluss kommt deutlich von Tsui Hark, der als Produzent im Hintergrund wirkt – und das merkt man in jeder Szene.
Der Film ist visuell verspielt, voller Ideen und komplett unberechenbar. Spezialeffekte, Miniaturen, Roboterdesigns und Actionsequenzen wechseln sich in hohem Tempo ab. Dabei entsteht genau dieser typische Hongkong-80s-Stil: kreativ, chaotisch und voller Energie.
Man merkt sofort: Hier ging es nicht um Perfektion, sondern um Unterhaltung. Und davon hat der Film jede Menge.
Darsteller & Figuren
Im Zentrum steht Tony Leung Ka-fai, der hier eine seiner frühen Rollen spielt. Noch bevor er zu einem der großen Namen des Hongkong-Kinos wurde, zeigt er bereits seine Präsenz und sein Gespür für Timing zwischen Action und Humor.

An seiner Seite sorgt Sally Yeh als titelgebende Maria für die nötige Mischung aus Coolness und Charisma. Ihre Figur ist gleichzeitig Bedrohung und Sympathieträger – eine Kampfmaschine mit unerwarteten menschlichen Zügen.
Und dann ist da noch Tsui Hark selbst, der vor der Kamera ebenfalls auftaucht und dem Film zusätzlich diesen leicht verrückten, selbstironischen Touch verleiht.
Atmosphäre & Einordnung
Ende der 80er war das Hongkong-Kino ein kreativer Spielplatz. Genres wurden wild gemischt, Regeln ignoriert und Ideen ohne große Einschränkungen umgesetzt. RoboForce ist ein perfektes Beispiel dafür.

Der Film wirkt wie eine Mischung aus RoboCop, Mad Mission und einem Comic – nur eben mit typisch asiatischem Tempo und Humor. Gerade diese Mischung macht ihn heute zu einem echten Geheimtipp für Fans des Hongkong-Kinos.
Fazit
RoboForce – Die Zukunft hat begonnen ist kein klassischer Sci-Fi-Film, sondern ein energiegeladener Genre-Mix mit jeder Menge 80er-Charme. Wer sich auf den wilden Tonwechsel einlässt, bekommt ein Stück pures Hongkong-Kino, das heute fast wie ein Relikt aus einer kreativeren Zeit wirkt.
Retro-Bewertung
7,5 von 10 Videokassetten
Kreativer Hongkong-Sci-Fi-Mix mit viel Chaos, Charme und 80er-Energie.
Ähnliche Filme & Einordnung
Wer RoboForce mag, sollte unbedingt einen Blick auf Zu Warriors from the Magic Mountain, Mad Mission oder andere Produktionen aus dem Umfeld von Tsui Hark werfen – Filme, in denen Fantasie wichtiger ist als Regeln.
| Story | |
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| Action | |
| Nostalgie |
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