schornstein-nr.4-kritik-drama-1966

Schornstein Nr. 4

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Handlung

Schwarzweiß-Drama aus der Nouvelle Vague nach einem Drehbuch von Marguerite Duras und die erste Zusammenarbeit des Kino-Traumpaares Romy Schneider und Michel Piccoli: Eine junge Frau entführt aus Verzweiflung ein Baby.

Kritik

Der Film ist ein kleines, verkanntes Meisterwerk, das mit seinem sozialkritischen Anspruch zur falschen Zeit in die Kinos kam und daher ein kommerzieller Misserfolg wurde. Seinerzeit war leichte Kost in Form von Musik- und Heimatfilmen angesagt. Immerhin ist er nach über 50 Jahren – dank der Recherchen der WAZ/NRZ unlängst noch einmal auf der großen Leinwand in der Oberhausener Lichtburg gezeigt worden; also dort, wo er 1966 uraufgeführt wurde. Der größtenteils in Oberhausen, u.a. vor der mächtigen Kulisse der damaligen Hüttenwerke gedrehte Film beeindruckt durch glasklare Schwarz-Weiß-Aufnahmen und starke Dialoge, für die Marguerite Duras (“Hiroshima, mon amour”) verantwortlich zeichnet.

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In der Rolle einer verzweifelt um ihr Kind kämpfenden Mutter liefert Romy Schneider eine der wohl besten Leistungen ihrer Karriere ab. In der Rolle des Pflegevaters brilliert der deutsche Charakterdarsteller Hans Christian Blech, der spätere Weltstar Michel Piccoli überzeugt bei seinem ersten gemeinsamen Auftritt mit Romy Schneider als deren Film-Ehemann. Regisseur Jean Chapot drehte nur wenige Kinofilme, darunter den ebenfalls hervorragenden Alpen-Thriller “Die Löwin und ihr Jäger” mit Simone Signoret und Alain Delon.

Medien

“Schornstein Nr. 4” ist in Deutschland auf DVD mit einer Freigabe von FSK 16 erschienen.

Trailer

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