Shakma (1990) – Wenn der Pavian Amok läuft

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Die späten 80er und frühen 90er waren die goldene Ära für durchgeknallte Tierhorrorfilme. Ob Haie, Krokodile oder Spinnen – nichts war sicher. Doch 1990 wagte man sich an eine Spezies, die schon ohne Splatterpotential furchteinflößend genug ist: den Pavian. Heraus kam „Shakma“, ein kleiner, aber gnadenlos brutaler Tierhorrorstreifen, der in den Videotheken schnell zum Kultfilm avancierte.

Handlung – Rollenspiel trifft Tierhorror

Eine Gruppe von Medizinstudenten trifft sich nach Feierabend in ihrer Uni zu einem ungewöhnlichen Freizeitspaß: ein Live-Action-Rollenspiel, das sie im verlassenen Laborgebäude austragen. Doch ausgerechnet hier wird ein Pavian, der zuvor als Forschungsobjekt für Hirnexperimente missbraucht wurde, durch einen fehlgeschlagenen Versuch in einen rasenden Killer verwandelt.

Das Tier – Shakma – entkommt seinem Käfig und jagt die Gruppe durch die verwinkelten Gänge des Instituts. Einer nach dem anderen fällt dem blutrünstigen Affen zum Opfer, während die Überlebenden verzweifelt versuchen, einen Ausweg zu finden.

Die Hauptdarsteller – 90er-B-Faces in Angst und Panik

  • Christopher Atkins als Sam: Bekannt aus dem Kultfilm Die blaue Lagune (1980). Hier spielt er den jungen, pflichtbewussten Studenten, der als eine Art Held wider Willen im Kampf gegen Shakma antritt.

  • Amanda Wyss als Tracy: Für Horrorfans ein bekanntes Gesicht – sie war das erste Opfer von Freddy Krueger in A Nightmare on Elm Street (1984). In „Shakma“ zeigt sie erneut, dass sie im Horror-Genre zuhause ist.

  • Roddy McDowall als Professor Sorensen: Hollywood-Veteran, Planet der Affen-Star und ewiger Charakterdarsteller. Ironischerweise spielt er hier den Wissenschaftler, der das Tier erst zu dem macht, was es ist – und damit quasi selbst zur Wurzel des Übels wird.

  • Ari Meyers als Kim: Die jüngere Studentin, die zwischen Angst und Mut schwankt. Meyers war damals bekannt aus der Serie Kate & Allie.

  • Rob Edward Morris als Richard: Der Draufgänger der Gruppe, der glaubt, alles unter Kontrolle zu haben – bis Shakma ihn eines Besseren belehrt.

Shakma – der wahre Star

Das eigentliche Highlight ist natürlich Shakma selbst: ein echter Pavian, dessen Aggressionen während der Dreharbeiten teils unberechenbar waren. Man kombinierte echtes Tiermaterial mit geschickt eingesetzten Puppen- und Nahaufnahmen, um die Attacken möglichst blutig und furchteinflößend darzustellen. Das Ergebnis: ein Film, bei dem man jederzeit das Gefühl hat, dass gleich jemandem wirklich die Kehle rausgerissen wird.

Fun Facts zum Film

  • Der Film wurde auch unter dem Titel „Pavian – Das Todesexperiment“ in Deutschland veröffentlicht.

  • Roddy McDowall drehte seine Szenen an nur wenigen Tagen – und war das große Zugpferd auf dem Poster, obwohl seine Rolle überschaubar ist.

  • Das echte Tier am Set war so aggressiv, dass Crew und Darsteller ihn fast nur durch Glas oder Gitter sahen. Viele Attackenszenen wurden mit Doubles oder Attrappen nachgestellt.

  • Das Konzept, Horror mit einem Live-Rollenspiel zu verbinden, war für 1990 ziemlich ungewöhnlich und gab dem Film einen eigenwilligen Kniff.

  • Obwohl der Film ein Low-Budget-Streifen war, wurde er in den Videotheken als knallharter Tierhorror vermarktet – und genau so wurde er Kult.

Fazit – Tierhorror mit Biss

„Shakma“ ist ein typischer Videotheken-Horrorfilm der 90er: kein großes Budget, kein perfektes Drehbuch – aber eine einfache, brutale Idee, die funktioniert. Ein wütender Pavian in engen Gängen, eine Gruppe panischer Studenten und jede Menge blutige Attacken – mehr braucht es für einen VHS-Klassiker nicht.

Wer auf Tierhorrorfilme wie Der Horror-Alligator, Orca oder Grizzly steht, sollte Shakma unbedingt kennen. Ein Film, der schreit: „Das hier ist Retro-Horror pur!“


Retro-Bewertung

🧟‍♂️ Tierhorror-Faktor: ★★★★☆
🩸 Splatter & Attacken: ★★★★☆
📼 VHS-Kult: ★★★★★
👉 Gesamt: 4,5 von 5 Retro-Sternen


Story
Spannung
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Nostalgie


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