
Die späten 70er waren ein Fest für alle Fans von Pulp-Abenteuern, Seeungeheuern und Lost-World-Fantasy. Mittendrin: „Tauchfahrt des Schreckens“ (Originaltitel: Warlords of Atlantis), ein britischer Abenteuerstreifen, der aus den legendären Amicus-Studios kam. Mit Doug McClure in der Hauptrolle entstand ein weiterer Film in der Tradition von „Caprona – Das vergessene Land“ und Co. – vollgestopft mit Monstern, Unterwasser-Action und jeder Menge Retro-Charme.
Handlung – Expedition ins Ungewisse
Der amerikanische Ingenieur Greg Collinson (Doug McClure) und sein Team brechen mit einem Tauchboot auf, um in den Tiefen des Atlantiks nach Schätzen zu suchen. Doch die Reise führt sie nicht nur zu Gold und geheimnisvollen Artefakten, sondern direkt ins sagenumwobene Atlantis.

Dort herrschen die „Warlords“ – eine außerirdisch anmutende Elite, die ihre Macht durch Telepathie und monströse Kreaturen sichert. Collinson und seine Gefährten müssen sich gegen Seeungeheuer, Sklaverei und die Machenschaften der Herrscher behaupten, um wieder an die Oberfläche zu gelangen.
Die Hauptdarsteller – Abenteurer mit Retro-Flair
- Doug McClure als Greg Collinson: Deren unerschütterliche Held, der in den 70ern gleich mehrfach durch fantastische Welten stolperte. Nach „Caprona – Das vergessene Land“ und „Die Sieben Städte von Atlantis“ war McClure das Gesicht für Abenteuer-VHS schlechthin. Mit Lederjacke und breitem Grinsen liefert er hier genau das, was Fans sehen wollen.
- Peter Gilmore als Charles Aitken: Der Wissenschaftler mit Forscherdrang – ein typischer Sidekick, der das Team mit Wissen und Nervosität ergänzt. Gilmore war auch durch die Serie The Onedin Line bekannt.
- Shane Rimmer als Captain Briggs: Ein stämmiger Seemann, der den toughen Kontrast zu McClures Charme bildet. Rimmer war einer der beliebtesten Nebendarsteller im britischen Kino der 70er.
- Lea Brodie als Delphine: Eine Frau aus Atlantis, die zwischen den Kulturen steht und zur Schlüsselfigur für die Flucht wird.
- Michael Gothard als Atmir: Einer der atlantischen Warlords, diabolisch und einschüchternd, wie man es von einem Schurken in so einem Abenteuer erwartet.
Zwischen Abenteuerschinken und Monsterkino
„Tauchfahrt des Schreckens“ ist ganz klar ein typischer Vertreter der Amicus-Abenteuerfilme: bunt, naiv und voller Stop-Motion- oder Gummimonster-Effekte, die nach heutigem Maßstab charmant altmodisch wirken. Von gigantischen Kraken bis zu mutierten Kreaturen unter Wasser – die Effekte sind nicht perfekt, aber haben genau den VHS-Kult, den wir lieben.

Die Story mischt klassische Jules-Verne-Motive mit Sci-Fi-Fantasy – und natürlich einer Prise britischem Humor. Wer Logik sucht, ist hier falsch, wer aber schmierige Monstren und 70er-Abenteuer sucht, der bekommt ein Fest.
Fun Facts zum Film
- Produziert von John Dark und inszeniert von Kevin Connor, die zusammen mehrere Doug-McClure-Abenteuer realisierten (Caprona, Die Sieben Städte von Atlantis).
- Gedreht wurde hauptsächlich in Pinewood Studios, mit jeder Menge praktischer Effekte, Miniaturen und liebevoll gebastelten Sets.
- Der Film war in den 80ern ein Dauerbrenner in deutschen Videotheken – meist in grellbunten Covern, die mehr Monster versprachen, als im Film zu sehen waren.
- „Warlords of Atlantis“ war der vierte und letzte der großen Doug-McClure-Abenteuerfilme für Amicus – eine ganze Ära ging damit zu Ende.
Fazit – VHS-Abenteuer mit Monsterbonus
„Tauchfahrt des Schreckens“ ist kein Hochglanzkino, sondern klassisches B-Abenteuerkino: bunte Sets, heroischer Doug McClure, Gummimonster und ein Plot, der sich mehr nach Groschenroman als nach Science-Fiction liest. Aber genau das macht ihn zum Kult. Für alle, die ihre Jugend in Videotheken verbracht haben, ist der Film pure Nostalgie.
Retro-Bewertung
🌊 Abenteuer-Atmosphäre: ★★★★☆
🐙 Monster-Effekte: ★★★☆☆
📼 VHS-Kult: ★★★★★
👉 Gesamt: 4 von 5 Retro-Sternen
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