Very Bad Things (1998) – Wenn der Junggesellenabschied zur Höllenfahrt wird

Die späten 90er waren eine wilde Zeit fürs Kino: Independent-Filme, rabenschwarze Komödien und jede Menge Tabubrüche. Genau in dieses Fahrwasser stieß „Very Bad Things“ (1998), das Regiedebüt von Peter Berg, das sich heute als bitterböse Kult-Perle behauptet. Mit einem Cast, der vor Stars nur so strotzt – Christian Slater, Cameron Diaz, Jon Favreau und Jeremy Piven – serviert der Film eine abgründige Mischung aus Satire, Splatter und zynischer Gesellschaftskritik.
Handlung – Vom Polterabend ins Verderben
Kyle (Jon Favreau) steht kurz vor seiner Hochzeit mit der kontrollsüchtigen Laura (Cameron Diaz). Vorher soll’s noch mal richtig krachen: ein Junggesellenabschied in Las Vegas. Alkohol, Drogen, Stripperin – alles, was dazugehört. Doch dann passiert das „sehr schlechte Ding“: Die Stripperin wird versehentlich getötet.

Aus Panik beschließen die Freunde, die Leiche zu beseitigen – und damit beginnt eine Spirale aus Gewalt, Lügen und gegenseitigem Verrat. Besonders der psychotische Boyd (Christian Slater in Hochform) zieht die Gruppe immer tiefer ins Chaos. Während die Hochzeit näher rückt, wächst die Leichenanzahl – und die Moral ist schon längst unter die Räder gekommen.
Schwarzer Humor mit Splatter-Garantie
„Very Bad Things“ ist kein Film für Zartbesaitete. Er ist zynisch, blutig und voller Figuren, die man eigentlich alle abgrundtief unsympathisch findet – und genau das macht ihn so einzigartig. Peter Berg inszenierte hier eine bitterböse Satire über Freundschaft, Ehe, Materialismus und den schönen Schein der 90er-Jahre.

Die Mischung aus rabenschwarzem Humor und brutaler Gewalt sorgte damals für ordentlich Kontroversen. Manche Kritiker waren schockiert, andere feierten den Mut, in Hollywood so kompromisslos böse zu erzählen.
Der Cast – pure 90er-Power
- Christian Slater als manipulativer Boyd – Wahnsinn in Reinform.
- Cameron Diaz als Braut aus der Hölle, die nur eins will: ihre perfekte Traumhochzeit.
- Jon Favreau (später Regisseur von Iron Man) als verunsicherter Bräutigam.
- Jeremy Piven als einer der unglückseligen Freunde – zwischen Hysterie und Wahnsinn.
- Daniel Stern (bekannt aus Kevin – Allein zu Haus) in einer ungewohnt düsteren Rolle.
Fun Facts zum Film
- Regisseur Peter Berg war vorher selbst Schauspieler (Collateral, Chicago Hope) – „Very Bad Things“ war sein Debüt als Regisseur.
- Der Film lief in den USA nur mäßig, entwickelte aber in Europa und später im Heimkino einen echten Kultstatus.
- Cameron Diaz wollte mit dieser Rolle bewusst ihr „Good Girl“-Image aus Verrückt nach Mary aufbrechen.
- Viele Kritiker verglichen den Film mit Fargo oder Pulp Fiction – nur zynischer und weniger „cool“.
- In Deutschland war die VHS ein echter Videotheken-Geheimtipp, vor allem wegen des kontroversen Humors.
Fazit – Hochzeit, Mord und jede Menge schwarzer Humor
„Very Bad Things“ ist kein Wohlfühlfilm, sondern eine bitterböse Abrechnung mit Freundschaft, Moral und der Fassade einer perfekten Gesellschaft. Wer Satire mag, die bis ins Extrem geht, bekommt hier ein echtes Juwel der 90er – kompromisslos, zynisch und zugleich herrlich überdreht.

Heute gilt der Film als Kultklassiker des schwarzen Humors – perfekt für alle, die mal sehen wollen, wie ein Junggesellenabschied völlig entgleist.
Retro-Bewertung
💀 Schwarzer Humor: ★★★★★
🔪 Gewalt & Splatter: ★★★★☆
💍 90er-Kultfaktor: ★★★★☆
👉 Gesamt: 4 von 5 Retro-Sternen
| Story | |
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| Action | |
| Nostalgie |
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