Bad Boys (1983)

Der 16-jährige Mick O’Brien (Sean Penn) ist in den armseligen und schmutzigen Hinterhöfen Chicagos aufgewachsen. Um der hoffnungslosen Atmosphäre zu entfliehen, will er möglichst schnell an das große Geld kommen. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Doch sein geplanter Überfall geht schief und auf der Flucht überfährt er den Bruder des puertoricanischen Gangsterbosses Paco Moreno. Dieser schwört Rache. Das Schicksal will es, dass die Todfeinde im selben Knast landen. Für Mick beginnt die Hölle auf Erden.

„Bad Boys“ ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1983, das die Geschichte von Mick O’Brien erzählt, einem 16-jährigen irisch-amerikanischen Jungen, der das promiskuitive Verhalten seiner Mutter satt hat und beschließt, einen seiner Klassenkameraden, Paco Moreno, auszurauben. mit Hilfe seines Freundes Kurt. Der Raub geht schief und Mick erschießt schließlich mehrere Menschen, darunter auch Pacos kleinen Bruder. Er wird in eine Jugendstrafanstalt eingeliefert, wo er gegen gewalttätige Insassen ums Überleben kämpfen muss. Eines Tages wird auch Paco in die gleiche Einrichtung gebracht und sinnt auf Rache an Mick für das, was er seiner Familie angetan hat.

Der Film wird von Rick Rosenthal inszeniert und spielt Sean Penn als Mick O’Brien, Esai Morales als Paco Moreno und Ally Sheedy als Micks Freundin Shelly. Zu den Nebendarstellern zählen Clancy Brown, Eric Gurry, Reni Santoni und Jim Moody, die alle starke Leistungen erbringen.

„Bad Boys“ ist kein typischer Action-Comedy-Film, wie manche aufgrund des Titels erwarten könnten. Stattdessen handelt es sich um ein düsteres und schockierendes Drama, das die harte Realität des Lebens in einer Jugendstrafanstalt darstellt. Der Film spielt in Chicago, einer Stadt, die für ihre hohe Kriminalitätsrate und Bandengewalt bekannt ist, und zeigt, wie junge Menschen oft in einem Kreislauf aus Armut, Kriminalität und Verzweiflung gefangen sind.

Eine der Stärken von „Bad Boys“ ist die realistische Darstellung der Charaktere und ihrer Beweggründe. Mick ist kein Held oder Bösewicht, sondern ein besorgter junger Mann, der einen schrecklichen Fehler begeht und die Konsequenzen tragen muss. Paco ist kein eindimensionaler Bösewicht, sondern ein komplexer Charakter, der von Rachegelüsten und einem Gefühl der Loyalität gegenüber seiner Familie angetrieben wird. Shelly ist nicht nur eine Liebhaberin, sondern eine starke und unabhängige Frau, die für sich und ihre Überzeugungen einsteht.

Eine weitere Stärke des Films ist sein visueller Stil und seine Atmosphäre. Die Kameraführung von Bruce Surtees ist düster und stimmungsvoll, mit vielen Schatten und niedrigen Winkeln, die ein Gefühl von Klaustrophobie und Spannung erzeugen. Wirkungsvoll ist auch die Musik von Bill Conti, die mit einem Mix aus elektronischen und Orchesterklängen die Stimmung des Films unterstreicht.

Allerdings ist „Bad Boys“ nicht ohne Mängel. Das Tempo des Films ist ungleichmäßig, einige Szenen ziehen sich zu lange hin und andere wirken gehetzt. Auch die Dialoge sind teilweise klobig und melodramatisch, insbesondere in den Szenen zwischen Mick und Shelly. Außerdem setzt der Film zu sehr auf Gewalt und Schockwirkung, was für manche Zuschauer abschreckend sein kann.

Insgesamt ist „Bad Boys“ ein kraftvoller und zum Nachdenken anregender Film, der mehr Anerkennung verdient, als er erhalten hat. Es ist kein leicht anzusehender Film, aber es ist ein wichtiger Film, der wichtige Fragen zu Gerechtigkeit, Erlösung und dem menschlichen Zustand aufwirft.

Im Jahr 2023 erschien der Film in Deutschland auf Blu-ray im Rahmen eines Mediabooks von Turbine Medien.  Das Set enthält den Film auf Blu-ray und DVD sowie ein Booklet mit Essays und Informationen hinter den Kulissen.

Das Mediabook ist eine großartige Möglichkeit für Fans des Films, ihn in High Definition zu erleben und mehr über seine Produktion und sein Erbe zu erfahren.  Besonders informativ ist das im Set enthaltene Booklet mit Essays von Filmkritikern und Historikern sowie Interviews mit den Darstellern und der Crew.

Einer der interessantesten Aspekte des Booklets sind die Informationen über die Produktion des Films.  Die Filmemacher gaben sich große Mühe, den Film so realistisch wie möglich zu gestalten, und engagierten sogar ehemalige jugendliche Straftäter als Statisten und Berater.  Die Haftanstalt, in der der Film gedreht wurde, war eine echte Einrichtung und viele der Szenen wurden in echten Zellen und Korridoren gedreht.

Ein weiterer interessanter Aspekt des Mediabooks sind die Interviews mit der Besetzung und der Crew.  Insbesondere Sean Penn äußert sich sehr offen zu seinen Erfahrungen bei der Entstehung des Films.  Er spricht über den physischen und emotionalen Tribut, den ihm die Rolle abverlangte, und darüber, wie er darum kämpfte, sich von der Figur des Mick O’Brien zu trennen.

Das Mediabook-Set enthält auch einen Kommentartrack mit Regisseur Rick Rosenthal.  Rosenthal liefert viele interessante Informationen über die Produktion des Films, einschließlich der Herausforderungen beim Dreh in einer echten Haftanstalt und der Schwierigkeiten bei der Arbeit mit einer jungen und unerfahrenen Besetzung.

Insgesamt ist das Bad Boys Mediabook von Turbine Medien eine großartige Möglichkeit für Fans des Films, ihn in High Definition zu erleben und mehr über seine Produktion und sein Erbe zu erfahren.

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